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Vorlesewettbewerb geht in den Kreisentscheid in Daun

Bildung : Zehn Kinder stellen sich dem Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs in Daun

Zehn Sechstklässler aus Schulen des Landkreises Vulkaneifel haben sich am Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) in Daun im Vorlesen gemessen.

„Lesen ist Glück, Lesen macht schlau, ohne Lesen geht es nicht“, sagt Klaus Weber, Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, zur Eröffnung des Kreisentscheids des Vorlese-Wettbewerbs der Stiftung Buchkultur und Leseförderung (siehe Info). „Ihr seid ja alle schon Sieger im Vorlesen“, motiviert er die Teilnehmer, die schließlich schon zu den Besten aus zehn Schulen im um die Wette lesen gehören. Webers Prognose: „Da wird die Jury es schwer haben mit ihrer Entscheidung.“

Und tatsächlich haben es die Preisrichter nicht leicht. Erste Aufgabe der Wettbewerbsteilnehmer: eine vorbereitete Passage aus einem selbst gewählten Buch vorlesen. In der zweiten Runde geht es an einen Textabschnitt aus einem unbekannten Werk. Dabei soll die Stimmung beim Publikum ankommen und die Handlung eine eigene Dynamik bekommen. Um Lotta, Lola, Zombie Zahnarzt und Zeitreise mit Hamster geht es in den frei gewählten Büchern; ein Hotel der Magier und eine Duftapotheke sind unter anderem die Schauplätze.

„Prima!“, lobt nach dem ersten Durchgang die Kreisbibliothekarin Stephanie Loenenbach, die den Wettbewerb gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin Kerstin Koch organisiert. Sie stellt kurz das Buch „Wilderwald“ von Cressida Cowell vor. Aus ihm stammen die unbekannten Lesestellen. Und auch in dieser Runde, bei der Begegnung des Magierkönigssohns Xar mit dem Kriegermädchen Willa, vermitteln die vorlesenden Kinder die Stimmung und das Geschehen durchweg gut.

Doch weil nur ein Sieger für die nächste Wettbewerbsebene (den Bezirksentscheid) angemeldet werden kann, entscheidet sich die vierköpfige Jury, zu der auch die Vorjahressiegerin Paulina Schmitz (Üdersdorf) gehört, für Paul Thomas Schädlich vom St. Matthias-Gymnasium Gerolstein (SMG).

Er habe allen voran sicher und flüssig, lebendig und nuancenreich, mit deutlicher Aussprache und sinngemäßer Betonung und Stimmlage gelesen, lautet die Begründung. Dem Trierischen Volksfreund sagt der Junge aus Densborn nach der Siegerehrung durch Landrat Heinz-Peter Thiel: „Ich lese gerne und viel, nicht weil ich muss, sondern weil es mir Spaß macht und ich dabei in andere Welten abtauchen kann.“

Für alle Teilnehmer gibt es Buchgeschenke und Urkunden. Den Rahmen des Wettbewerbs gestaltet Lisa Henn mit der Singklasse der sechsten Jahrgangsstufe und Mitgliedern des Chores der siebten Klassen sowie mit Instrumentalbeiträgen der Schwestern Maria Marinova (Geige) und Polina Marinova (Klavier). Die Überleitung zum Mundartwettbewerb der Sechstklässler markiert der Kanon „Bruder Jakob“, der in Deutsch, Französisch, Englisch und im Eifeler Dialekt gesungen wird (ausführlicher Bericht folgt).