Vulkaneifel ist auf dem Weg zu einer Kreis-Jugendkonferenz

Jugend : Vulkaneifel ist auf dem Weg zu einer Kreis-Jugendkonferenz Vulkaneifel ist auf dem Weg zu einer Kreis-Jugendkonferenz

Ein Arbeitskreis soll die Premiere einer solchen Veranstaltung für die Vulkaneifel vorbereiten. Ob der Posten des Jugendpflegers aufgestockt wird, wird erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Wie kriege ich Jugendliche dazu, sich mehr an (Kommunal-)Politik zu interessieren und gar aktiv mitzumachen? Nach einer Antwort auf diese Frage suchen viele – und haben neue Hoffnung geschöpft durch die Friday-for-Future-Demos, die es ja auch in der Vulkaneifel gegeben hat.

„Das Vorurteil von der unpolitischen Jugend hält sich immer noch sehr hartnäckig. Wir sind überzeugt: Junge Menschen sind nicht weniger politisch, sie finden sich nur oftmals in den etablierten Strukturen unserer Demokratie nicht wieder. Um Kommunalpolitik im Landkreis auch für junge Menschen attraktiver zu machen ist eine Konferenz, in der sie selbst über Beteiligungsformen entscheiden können, der richtige erste Schritt“, sagt die SPD/UWG-Fraktionsgemeinschaft im Kreistag.

Vor diesem Hintergrund hat sie die Ausarbeitung eines Konzepts für die Ausrichtung einer Kreisjugendkonferenz beantragt. Und dafür Unterstützung bekommen: Damit eine solche Initiative von allen beteiligten und politischen Gruppen mitgetragen wird, hat die Kreisverwaltung vorgeschlagen, dass ein Arbeitskreis gebildet werden soll, der ein Konzept für eine solche Konferenz erarbeiten.

Dem Gremium werden vier Mitglieder des Jugendhilfeausschusses sowie sowie einem Mitarbeiter des Jugendamts und dem Teamleiter Jugendpflege der Kreisverwaltung angehören. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses gab es aber auch mahnende Worte. „Ich warne davor, eine Erwartungen aufzubauen, die dann nicht zu erfüllen sind. Dann entsteht Frust“, sagte Matthias Pauly (CDU, Gerolstein).

Tschüss, Kurt (Laux)! Er geht nach mehr als 30 Jahren als Jugendpfleger des Kreises Vulkaneifel Ende des Jahres in den Ruhestand. Seit 2012 war die Stelle nur noch eine halbe. Warum wurde sie gekürzt, trotz teils heftiger Kritik? Hintergrund: Der Kreis Vulkaneifel war vor sieben Jahren dem Kommunalen Entschuldungsfonds (KEF) des Landes Rheinland-Pfalz beigetreten und hatte, um seinen Eigenanteil zu finanzieren, unter anderem durch einen Stellenabbau und Nichtbesetzung frei werdender Stellen. Darunter fiel auch, dass das Aufgabengebiet des Jugendpflegers um 50 Prozent gekürzt wurde.

Die in der Ausschusssitzung diskutierte Forderung der Fraktionsgemeinschft SPD/UWG, die Kreisjugendpflege wieder auf 100 Prozent zu erhöhen, ist zunächst mal auf Eis gelegt.

Landrat  Heinz-Peter Thiel machte klar, dass mit ihm eine pauschale Erhöhung nicht zu machen sei. „Wir werden eine umfassende Jugendplanung auf den Weg bringen und sollten nicht schon den Stellenanteil des Jugendpflegers festlegen. Zudem ist die vor Jahren beschlossene Reduzierung Bestandteil des KEF-Vertrags mit dem Land, an dem man nicht einfach rütteln kann.“ SPD/UWG haben ihren Antrag auf „leichten“ Druck des Landrats zunächst zurückgezogen.