Vulkaneifel ist weiter mit drei Abgeordneten vertreten

Vulkaneifel ist weiter mit drei Abgeordneten vertreten

Keine Überraschungen bei der Landtagswahl: Der Landkreis Vulkaneifel bleibt schwarz. Das Direktmandat gewinnt der CDU-Kreisvorsitzende Gordon Schnieder, und die Partei bleibt stärkste Kraft im Kreis. Sie erreicht 42,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung klettert von 60,7 auf 69,2 Prozent. Die AFD, erstmals angetreten, kommt auf 9,4 Prozent.

Daun/Gerolstein. Welch ein Wahlabend für Gordon Schnieder: Da gewinnt er beim ersten Anlauf das Direktmandat im Wahlkreis 20 und zieht für die CDU in den Landtag ein. Aber die Hoffnung, dass die Christdemokraten mit Julia Klöckner auch die Regierungschefin stellen werden, ist schon mit der ersten Prognose verflogen.Ein Bier ist heute erlaubt


Es ist noch nicht einmal zum erwarteten Kopf-an-Kopf-Rennen der großen Parteien geworden. "Persönlich freue ich mich, ganz klar, aber natürlich ist die Freude getrübt wegen des Ergebnisses auf Landesebene. Da haben wir unser Ziel leider klar verfehlt", sagt der 40-Jährige.
Bei allen zwiespältigen Gefühlen: "Fastenbrechen ist angesagt, ich erlaube mir heute ein Bier." Und Astrid Schmitt? Bei ihr löst sich die Spannung um 18 Uhr: Die SPD wird stärkste politische Kraft im Land, Malu Dreyer wird als Ministerpräsidentin weiter regieren können. Und auch die SPD-Kreisvorsitzende hat es wieder geschafft. Der Einzug ins Landesparlament war ohnehin so gut wie klar dank eines sicheren Listenplatzes. Denkt sie bei dem Erfolg der Partei noch daran, dass sie es wieder nicht geschafft hat, das Direktmandat zu holen? "Natürlich, dafür habe ich wieder so gekämpft wie bei den vier Landtagswahlen zuvor. Ich bin enttäuscht, das nicht geschafft zu haben, aber es ist einfach toll, wie unsere Partei auf Landesebene abgeschnitten hat."
Zwiespältige Gefühlslage also auch bei der SPD-Kreisvorsitzenden, ungeteilte Freude hingegen beim FDP-Kreisvorsitzenden Marco Weber aus Lissendorf. Nicht nur, dass fünf Jahre "außerparlamentarische Opposition" für seine Partei nun Geschichte sind, sondern auch, weil der Landwirt über die Landesliste in den Landtag einzieht. "Ich bin einfach nur glücklich. Dass die Partei es geschafft hat, dass ich es geschafft habe und dass der Kreis Vulkaneifel weiter mit drei Abgeordneten in Mainz vertreten sein wird."
Vorbei ist hingegen die Landtagskarriere des grünen Abgeordneten Dietmar Johnen, der 2011 überraschend ins Landesparlament gekommen war. Ganz vorbei? "Vorerst", gibt sich der gelernte Landwirt kämpferisch, "ich komme wieder." Natürlich sei er enttäuscht vom Ergebnis seiner Partei, "aber vielleicht geht ja doch noch was." Peter Mäurer, Direktkandidat der AFD, der 9,1 Prozent bei den Erststimmen im Wahlkreis 20 geholt hat, war bis Redaktionsschluss nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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