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Vulkaneifel: LKW prallt in ein Haus - Fahrer verletzt - B410 gesperrt (Update)

Vulkaneifel: LKW prallt in ein Haus - Fahrer verletzt - B410 gesperrt (Update)

Ein LKW ist am Donnerstagmorgen in der Vulkaneifel gegen ein Haus geprallt, dabei wurde der Fahrer des Sattelzugs verletzt. Der Mann wurde vom Bewohner des Hauses und Helfern aus dem Führerhaus befreit..

Der unbeladene Sattelzug war auf der B 410 aus Richtung Dockweiler kommend in Richtung Gerolstein unterwegs. Auf regennasser Gefällstrecke am Ortseingang Hohenfels-Essingen geriet der Sattelzug kurz vor 6 Uhr beim Abbremsen ins Schleudern und stieß mit dem Führerhaus frontal gegen die Hausecke eines Anwesens.

Die Bewohner kamen mit dem Schrecken davon, der 29-jährige Fahrer aus dem Eifelkreis wurde im Führerhaus eingeklemmt und verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Die Zugmaschine wurde total beschädigt, am Haus entstanden starke, sichtbare Risse, der Gesamtschaden wird auf über 100.000 Euro geschätzt. Im Einsatz waren die freiwillige Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Wegen der Bergung des LKW war die B410 zwischen Pelm und Hohenfels-Essingen zeitweilig in beide Richtungen gesperrt.

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Update 12.22 Uhr: Unser Reporter war vor Ort, er hat Eindrücke der Bewohner vor Ort gesammelt.

Hausbewohner Michael Müller sitzt wie jeden Morgen um diese Uhrzeit am Frühstückstisch. Er berichtet: "Ich war gerade beim Kaffee trinken, als es auf einmal unglaublich laut gekracht hat. Ich dachte: Jetzt ist Krieg, eine Bombe hat eingeschlagen." Seine Lebensgefährtin Sonja Knapp, die noch im Schlafzimmer ist, fällt von dem Knall quasi aus dem Bett und stürmt die Treppe herunter. Er wiederum springt auf und rennt nach draußen. Dort sieht er dann den Grund für den lauten Knall: Ein LKW ist mit voller Wucht in sein Haus gekracht, das Führerhaus ist total demoliert, drinnen eingeklemmt der Fahrer, blutüberströmt, aber noch ansprechbar.

Müller berichtet weiter: "Ich habe mir dann instinktiv die Leiter genommen, die Scheibe auf der Beifahrerseite damit eingeschlagen und mit zwei anderen Leuten, die plötzlich auf dem Hof standen, den Mann aus dem Fahrzeug gezogen." Kurz darauf treffen die Rettungskräfte ein, die Müller zwischenzeitlich informiert hat, ein. Der Fahrer sitzt derweil zusammengekauert auf der Treppe des Hauses wird anschließend notärztlich versorgt und in ein Krankenhaus gebracht.

Müllers Puls schlägt auch zwei, drei Stunden nach dem Unfall noch schnell: Noch immer schwirren die Bilder verletzten Mannes und des LKW-Wracks in seinem Kopf herum, und ihn treiben die Sorgen um, was mit dem Haus passiert, das durch den Aufprall stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Gemeinsam mit dem Hauseigentümer wartet er den gesamten Vormittag noch auf den Gutachter, der sich angekündigt hat.

Derweil fahren quasi im Minutentakt weiter die schwerbeladenen LKW auf der abschüssigen Bundesstraße an seinem Haus vorbei. Mutmaßlich viele schneller als die erlaubten 50 km/h. Müllers Kommentar: "Einige fahren hier wie die Bekloppten, kommen und 80-100 Sachen in den Ort rein. Das kann sie kaum einer vorstellen." Vor Jahren hat ein LKW laut Müller den vor dem Haus geparkten Wagen seines Nachbarn zu Schrott gefahren.