Vulkaneifel macht Lust auf Gesundheit

Vulkaneifel macht Lust auf Gesundheit

Die Verbandsgemeinden Manderscheid, Daun und Ulmen setzen mit ihren Kurorten verstärkt auf Gesundheitstourismus und haben sich deshalb zur "Gesundheitslandschaft Vulkaneifel" zusammengeschlossen. Als nächster Schritt wird nun ein Entwicklungskonzept erarbeitet.

Daun/Manderscheid/Bad Bertrich. Dass Zusammenarbeit über die Grenzen dreier Landkreise hinaus funktioniert, haben die Verbandsgemeinden Daun (Kreis Vulkaneifel), Manderscheid (Kreis Bernkastel-Wittlich) und Ulmen (mit dem bekannten Kurort Bad Bertrich, Kreis Cochem-Zell) unter Beweis gestellt, als sie einen gemeinsamen Beitrag zum Ideenwettbewerb des Landes für Heilbäder und Kurorte eingereicht haben. Dass sie mit der Kooperation auf dem richtigen Weg sind, wurde den Partnern im Juli bestätigt, als sie zu den fünf Siegern des Wettbewerbs gekürt wurden.

Auch eigene Projekte sind möglich



Unter dem Slogan "Gesundheitslandschaft Vulkaneifel - Lust auf Gesundheit, Natur und Leben" hatten Daun, Manderscheid und Bad Bertrich in ihrem Beitrag dargelegt, wie sie sich gemeinsam im boomenden Gesundheitstourismus profilieren und vermarkten wollen.

Der Wettbewerbsbeitrag war der erste Schritt für die Neuausrichtung in Richtung Gesundheitstourismus, als nächster Schritt wird nun ein Entwicklungskonzept erarbeitet. Darüber informierten die Bürgermeister Werner Klöckner (Daun) und Hans-Werner Ehrlich (Ulmen) sowie Vertreter der drei Touristinformationen und des Tourismusberatungsunternehmens Project M am Donnerstag in Schalkenmehren.

Aufgabe wird es sein, im Konzept die konkreten Maßnahmen wie der Aufbau eines Vermarktungs- und Vertriebssystems, die Planung und Realisierung eines gemeinsamen "Kompetenzzentrums Gesundheitslandschaft Vulkaneifel" als zentrale Koordinierungsstelle sowie Kostenpläne für die Umsetzung festzulegen. Details wie der künftige Sitz des Kompetenzzentrums werden erst später geklärt.

Bürgermeister Ehrlich: "Wenn diese Frage ansteht, werden wir sie einvernehmlich lösen." Das Konzept als Leitfaden für die weitere Vorgehensweise soll bis Mitte 2010 fertig gestellt sein. Die "Gesundheitslandschaft Vulkaneifel" ist zwar das gemeinsame Dach, erlaubt es den Partnern aber, eigene Projekte anzugehen. So soll beispielsweise der Kurpark in Daun umgestaltet werden, wofür die Verbandsgemeinde allein (auch finanziell) verantwortlich zeichnet. Für den Prozess der Neuausrichtung in Richtung Gesundheitstourismus ist ein Zeitraum von drei Jahren vorgesehen.

Die Kosten werden auf rund 580 000 Euro geschätzt, wovon voraussichtlich 200 000 Euro auf die Verbandsgemeinden (Daun 50 Prozent, Manderscheid 30 Prozent, Ulmen 20 Prozent) entfallen. Allerdings wird noch geklärt, wie sich das Land über das bereits zugesicherte finanzielle Engagement hinaus beteiligt.