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Vulkaneifelkreistag: Mehr als 200 Jahre Ehrenamt

Kommunalpolitik : Mehr als 200 Jahre Ehrenamt

Langjährige Kreistagsmitglieder wurden verabschiedet. Einige von ihnen waren mehrere Jahrzehnte lang im Amt.

(red) Landrat Heinz-Peter Thiel hat im Beisein der Fraktionsvorsitzenden und Kreisbeigeordneten, die nicht mehr im Kreistag des Landkreises Vulkaneifel vertretenen Kreistagsmitglieder verabschiedet. Insgesamt schieden 19 Kommunalpolitiker mit Ende der letzten Wahlperiode aus dem Kreistag aus. Gemeinsam sind sie bisher 216 Jahre ehrenamtlich zum Wohle der Bürger des Landkreises Vulkaneifel tätig gewesen.

Eine Wahlperiode (fünf Jahre) gehörten dem Kreistag an: Albert Berens, Kelberg (CDU), Jakob Blum, Wiesbaum (CDU), Peter Burggraaff, Kelberg (CDU), Friedbert Wißkirchen, Daun (CDU), Elke Oestreich, Gerolstein (SPD), Erwin Umbach, Mehren (SPD), Dr. Hildegard Slabik-Münter, Daun (Die Linke), Gerd Möller, Gerolstein (fraktionslos), Hans Ludwig, Dockweiler (BUV), Jörg Leclaire, Hillesheim (FWG).

Für zwei Wahlperioden von 2009 bis 2019 (10 Jahre) war Egon Schommers (SPD) aus Neroth im Kreistag vertreten, wobei er von 1994 bis 1996 bereits für zwei Jahre dem Kreistag angehörte. Auf jeweils zwölf und 14 Jahre kommunalpolitisches Engagement im Kreistag können Alfred Lorenz (FWG) aus Daun sowie Ulrike Erb-May (SPD) zurückblicken. Sie waren jeweils von 2007 bis 2019 und von 2005 bis 2019 Kreistagsmitglieder.

Für drei Legislaturperioden (15 Jahre) von 2004 bis 2019 gehörten Heike Hermes (CDU) aus Gillenfeld und Lothar Schun (FWG) aus Lissendorf dem Kreistag Vulkaneifel an. Sie alle erhielten als Dank für ihr ehrenamtliches kommunalpolitisches Engagement ein Buchpräsent.

Eine besondere Auszeichnung, welche auch ausdrücklich durch den Landkreistag Rheinland-Pfalz mit einer besonderen Dankesurkunde gewürdigt wurde, erhielten Kathi Mauren (CDU) aus Kelberg, Georg Linnerth (SPD) aus Gerolstein und Wolfgang Jenssen (SPD) aus Daun.

Kahti Mauren und Georg Linnerth gehörten 25 Jahre dem Kreistag des Landkreises Vulkaneifel an. Darüber hinaus war Kathi Mauren auch 25 Jahre Mitglied im Jugendhilfeausschuss sowie 15 Jahre im Schulträger- und Kulturausschuss. Georg Linnerth kann zudem auf eine 20-jährige aktive Mandatsträgerschaft im Kreisausschuss zurückblicken. Ein besonderer Dank galt jedoch dem kommunalpolitischen Urgestein der SPD-Fraktion, Wolfgang Jenssen aus Daun, der wie Ulrike Erb-May und Lothar Schun nicht an der Ehrung teilnehmen konnte. Fast ein halbes Jahrhundert und damit neun Legislaturperioden war Wolfgang Jenssen von 1974 bis 2019 im Kreistag vertreten. Dafür erhält er eine Urkunde des Landkreistag Rheinland-Pfalz. Des Weiteren war er 35 Jahre im Verwaltungsrat der Kreissparkasse Vulkaneifel sowie 18 Jahre im Rechnungsprüfungsausschuss kommunalpolitisch tätig.

 Time to say goodbye: Gruppenfoto der verabschiedeten Kreistagsmitglieder gemeinsam mit Landrat Heinz-Peter Thiel, den Kreisbeigeordneten sowie den Fraktionsvorsitzenden.
Time to say goodbye: Gruppenfoto der verabschiedeten Kreistagsmitglieder gemeinsam mit Landrat Heinz-Peter Thiel, den Kreisbeigeordneten sowie den Fraktionsvorsitzenden. Foto: TV/Meike Welling

Landrat Thiel nahm die Feierstunde zum Anlass, sich bei allen für die gute Zusammenarbeit im Kreistag zu bedanken: „Wir sind ihnen zu Dank verpflichtet, nicht nur, weil sie viel Zeit und Engagement in unzählige Sitzungen investiert haben, sondern weil sie mit ihrem Sachverstand und ihrer Erfahrung viel zu wichtigen Entscheidungen des Kreises beigetragen haben. Nicht nur für unser gesellschaftliches Zusammenleben, sondern vor allem für die Demokratie ist das kommunale Ehrenamt eine unverzichtbare Säule.“ Er unterstrich damit den besonderen Stellenwert des ehrenamtlichen Engagements in der Kommunalpolitik, das leider nicht immer die wünschenswerte Anerkennung in der Bevölkerung genieße und häufig als selbstverständlich wahrgenommen werde. „Kritik wird relativ schnell geäußert, während Lob eher selten zu hören ist.“ Deshalb sei es wichtig und richtig, denjenigen einmal öffentlich Dank zu sagen und die verdiente Ehrung zukommen zu lassen, die durch ihre langjährige Tätigkeit in den Kreisgremien bewiesen hätten, dass ihnen das Wohl des Gemeinwesens am Herzen liege. Ohne sie würde der Landkreis Vulkaneifel nicht so positiv dastehen, wie er dies heute tue. Es verdiene Respekt, viel von der eigenen Zeit und den eigenen Ideen und Kräften aufzuwenden, um bürgerschaftlich und ehrenamtlich tätig zu sein. Als ehrenamtlicher Kommunalpolitiker bleibe für andere Menschen und andere Interessen oftmals wenig Raum. Deshalb gilt der Dank auch den Familien und Freunden, die diese politischen Ambitionen mitgetragen und wichtige Unterstützung gewährt haben.