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Vulkanstraße kann "gebaut" werden

Vulkanstraße kann "gebaut" werden

DAUN/MANDERSCHEID. Die Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH hat am Montag den Bewilligungsbescheid für das Projekt "Deutsche Vulkanstraße" erhalten. Damit werden Finanzmittel aus dem europäischen "Leader"-Förderprogramm und Mittel des Landes von rund 85 000 Euro zur Verfügung gestellt.

Aus einer vor gut zehn Jahren geborenen Idee wird Realität: Die Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH hat am Montag den Bewilligungsbescheid für das Projekt "Deutsche Vulkanstraße" erhalten. Auf rund 140 000 Euro werden die Kosten der Einrichtung der Vulkanstraße im Bereich der Vulkaneifel beziffert. Das Geld wird vor allem in die Beschilderung der Route und die Aufstellung von Erlebnistafeln an den einzelnen Standorten investiert. 84 800 Euro steuern nun die Europäische Union und das Land Rheinland-Pfalz zur Finanzierung bei. Der Verbandsgemeinde Brohltal (Kreis Ahrweiler) ist für die Erschließung des Teils der Vulkanstraße in der Osteifel bereits ein Zuschuss von 80 740 Euro vom Land bewilligt worden (der TV berichtete).39 Besucherpunkte auf 280 Kilometern

2004 wurde das Projekt Vulkanstraße auf den Weg gebracht, als die Landräte der Kreise Daun, Mayen-Koblenz, Ahrweiler, Bernkastel-Wittlich und Cochem-Zell die Routenführung beschlossen. Die rund 280 Kilometer lange Strecke umfasst insgesamt 39 vulkanologisch interessante Besucherpunkte. Diese touristische Straße verbindet künftig die Vulkaneifel mit der Osteifel und stellt den Besuchern die geologischen Besonderheiten und das Thema Vulkanismus vor. Landrat Heinz Onnertz, Alfred Bauer (Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel) und Andreas Schüller (wissenschaftlicher Leiter der Vulkaneifel European Geopark) freuten sich über den Bescheid aus Mainz, denn mit der Fördermittelzusage sei nun der formale Startschuss für die weiteren Arbeiten und Auftragsvergaben gefallen. Mit der "Deutschen Vulkanstraße" sollen die Themen Geologie und Vulkanismus auf besondere Weise als Alleinstellungsmerkmal positioniert werden, erklärte Onnertz, der mit der Realisierung des von fünf Kreisen getragenen Vorhabens auch weitere Steigerungsraten im Geotourismus für die Eifel erwartet. Die "Deutsche Vulkanstraße" ist ein Projekt von derzeit 22 bewilligten Projekten des europäischen "Leader"-Förderprogramms, die die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Vulkaneifel auf den Weg gebracht hat. In der LAG haben sich Teile der Kreise Daun und Bernkastel-Wittlich zusammengeschlossen. Vorsitzender ist der Dauner Landrat. Dessen Bilanz der bisherigen Arbeit der LAG: Rund 1,5 Millionen Euro aus Mittel des "Leader"-Programms seien für die Vulkaneifel gesichert worden, womit ein Investitionsvolumen von mehr als vier Millionen Euro ausgelöst werden konnte.