300-jähriges Jubiläum: Wallfahrtskapelle auf dem Schwarzenberg soll Waldruhestätte bekommen

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Die Wallfahrtskapelle auf dem Schwarzenberg bei Kelberg hat 300-jähriges Jubiläum. Außerdem laufen die Vorbereitungen für eine Waldruhestätte.

Im Jahr 1719 wurde aus Dankbarkeit für die Überwindung der Pest die Kapelle auf dem Schwarzenberg erbaut – ein Verputzbau im spätgotischen Stil. Der Altar beherbergt ein Bildnis der schmerzhaften Muttergottes sowie Figuren der Heiligen Aloisius und Augustinus. Die Glasmalereien der stichbogenartigen Fenster im Chorraum und im Langhaus sind neueren Datums, sie stammen aus den 1920er Jahren.

Votivtafeln und alte Krücken dokumentieren die Dankbarkeit für erlebte Hilfe Gottes. 1864 wurden die 14 Kreuzwegstationen entlang des gewundenen Weges vom Fuß des Schwarzenberges bis zur Kapelle eingeweiht.

Die beiden Ereignisse, die 300 beziehungsweise 155 Jahre zurück liegen, waren nun der Anlass für einen Open-Air-Gottesdienst, den Pfarrer Ulrich Apelt mit etwa 200 Gläubigen feierte. „Es ist wichtig, dass wir besondere Orte für unseren Glauben haben“, betonte Apelt.

   Und tatsächlich ist der Schwarzenberg mit der Kapelle und dem Kreuzweg etwas Besonderes. Nicht nur, dass der Ort seit Jahrhunderten Besuchern und Pilgern Halt gibt und er tiefreligiöse Erfahrungen von Gottes Gegenwart dokumentiere, wie Pfarrer Apelt sagt. Der Schwarzenberg stellt auch einen Präzedenzfall im Bistum Trier dar. Sind doch das rund 12 500 Quadratmeter große Waldgelände mit Kapelle und Kreuzweg im vorigen Jahr nach umfassender Prüfung und mit Genehmigung des Bistums von der Kirchengemeinde an die Ortsgemeinde verkauft worden.

Inzwischen wurde das gesamte Gelände gründlich durchforstet. Und es hat sich der Förderverein Schwarzenbergkapelle Kelberg gegründet (der Trierische Volksfreund berichtete). Allesamt Vorbereitungen für die Waldruhestätte Schwarzenberg, für die nach Auskunft von Ortsbürgermeister Wilhelm Jonas zurzeit die Flächennutzungsplanung von der zuständigen Verbandsgemeinde Kelberg betrieben werde. Darauf folge das Genehmigungsverfahren durch die Kreisverwaltung.

„Dann können Urnen an besonders ausgewiesenen Stellen unter jungen und alten Bäumen und an Findlingen beigesetzt werden“, erklärt Jonas.

Infos und Mitgliedschaftsanträge zum Förderverein „Schwarzenbergkapelle“ gibt es beim Vorsitzenden Karl Heinz Sicken, Kelberg, Telefon 02692/8922.   

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