Warum Lämpchen leuchten und Kerzen erlöschen

Warum Lämpchen leuchten und Kerzen erlöschen

Kinder probieren gerne Neues aus. Im Kindergarten Densborn können sie nun richtig experimentieren. Die jungen Forscher haben dafür sogar einen eigenen Raum.

Densborn. "Guck mal, mein Ohr von innen", ruft der kleine Mark. Er probiert das neue USB-Mikroskop aus und kann am Computerbildschirm kleine Dinge ganz groß sehen. Auf dem Tisch liegen Blätter, Tannennadeln, Wollfasern ein Haar - geopfert von Kindergartenleiterin Gaby Vogt. "Anfangs waren die Kinder ganz aufgeregt, haben alles angefasst und ausprobiert. Dann haben sie ihr Experiment gefunden, und jetzt sind sie hoch konzentriert", erklärt die Erzieherin.
Das neue Experimentierzimmer bietet dafür viele Möglichkeiten. Durch die Unterstützung der Initiative "Team mit Stern" des Gerolsteiner Brunnens wurde der Raum im Kindergarten abgetrennt und mit Geräten ausgestattet. Das neue Angebot kommt an. Die Zweijährigen verschieben Formen an der Magnetwand zu Figuren.
Die Größeren verfolgen gespannt das Experiment, das Erzieherin Tina Jokiel ihnen zeigt: Ein Teelicht wird in gefärbtes Wasser auf einem Teller gestellt und ein Glas darüber gestülpt. Während die Kerze langsam erlischt, steigt das Wasser im Inneren des Glases. "Das ist ein Unterdruck", erklärt Vorschulkind Jakob. Am Mikroskop hat Mark die Oberfläche einer Zitrone im Blick und staunt über die tiefen Löcher in der Schale. Jonas und Fabian experimentieren mit Elektrizität und bringen Lämpchen zum Leuchten - mit Strom aus Batterien. Sie lernen, dass es Plus- und Minuspole gibt, und haben auch schon einen Lichtschalter gebaut.
Auf die wissenschaftlichen Experimente haben die Erzieherinnen sich in Fortbildungen vorbereitet. "Das ist auch für uns immer wieder spannend", erklärt Erzieherin Christel Dornbusch. Für die Kinder sowieso: Sie sind so vertieft in ihre Forschungen, dass sie fast ihr Mittagessen vergessen, obwohl es die geliebten Hackfleischbällchen gibt. AIX