Was lange währt, wird manchmal günstiger

Was lange währt, wird manchmal günstiger

Das Warten hat sich gelohnt: Der Platz vor dem Gemeindehaus in Gees wird im Frühjahr erneuert. Weil erst in diesen Winter ausgeschrieben worden war, wurde ein guter Preis erzielt. "Nur" 35 000 Euro sollen demnach die Erneuerung des Vorplatzes und der Stützmauer kosten. Hinzu kommen Kosten für die Gestaltung des Platzes, wo ein Treffpunkt mit Bänken und einem neuen Brunnen geschaffen werden soll.

Gerolstein-Gees. Die Erneuerung des Vorplatzes vor ihrem Gemeindehaus ist seit Jahren ein Wunsch der Geeser Bürger. Ein Wunsch, den sie regelmäßig den Verantwortlichen der Stadt Gerolstein mitgeteilt haben. Seit anderthalb Jahren haben sie Gehör gefunden. So hat sich der Bauausschuss der Stadt seit August 2014 bereits vier Mal konkret mit dem Vorhaben befasst und schon im vergangenen Jahr die Ausschreibung des Projekts beauftragt. Dazu ist es aber erst in diesem Winter gekommen.

Gerolsteins Bauamtsleiter Carsten Schneider begründet das so: "Wir wollten die Maßnahme parallel mit dem Ausbau der Hauptstraße erledigen lassen." Da sich die Erneuerung der K 33 aber deutlich verzögert hat - sie wurde vor drei Jahren begonnen - und der Abschnitt vor dem Gemeindehaus so noch auf sich warten lässt, wird daraus nichts.
Zudem war zuletzt Eile geboten, denn das Land hat seine Förderzusage über 37 000 Euro (bei veranschlagten Gesamtkosten rund 70 000 Euro) an eine Bedingung geknüpft: Bis 1. Februar 2016 muss mit den Arbeiten begonnen werden. Das wird trotz Frosts hinhauen, denn laut Schneider gilt der unterschriebene Auftrag formal als Baustart. "Wir müssen keinen Bagger dort abstellen, um den Baustart zu dokumentieren", sagt er.
Und: Inzwischen haben der Stadtbürgermeister und die Beigeordneten, die vom Bauausschuss dazu beauftragt worden waren, die Arbeiten vergeben. Den Zuschlag bekommen hat als günstigste Bieterin die Firma Thelen aus Wallersheim zum Angebotspreis von knapp 35 000 Euro.

Damit ist die ursprüngliche Überlegung, alles parallel und aus einer Hand machen zu lassen, ohnehin hinfällig: Denn die Straße baut die Firma Backes aus Stadtkyll aus.
Im Bauausschuss der Stadt ist man über die Verzögerung gar nicht so traurig. "Der Zeitpunkt der Ausschreibung ist optimal", prophezeite Beigeordneter Herbert Lames, der es wissen sollte. Schließlich besitzt er eine eigene Baufirma. Und er sollte recht behalten, wie das jetzige Ergebnis zeigt.

Bei den 35 000 Euro für die Erneuerung des asphaltierten Vorplatzes und der bereits bröckelnden Stützmauer wird es aber nicht bleiben. Hinzukommen werden Kosten für die Gestaltung des Platzes, wo ein Treffpunkt mit Bänken und einem neuen Brunnen geschaffen werden soll. Das alte Wasserspiel soll weichen. Der Bauamtsleiter ist aber zuversichtlich, dass der Kostenrahmen eingehalten wird. Im Etat der Stadt Gerolstein wurden 75 5000 Euro für das Vorhaben eingestellt. Und Ortsvorsteher Markus Hetzius ist sich sicher, dass viele Geeser mit anpacken werden.
"Schöner neuer Treffpunkt"


Überhaupt freut er sich, dass durch den Straßenausbau - neben der Hauptstraße wurden inzwischen noch drei weitere Straßen saniert - und nun auch die Erneuerung des Platzes das Dorf schöner werde.
Hetzius: "Die Stützmauer muss zwingend erneuert werden,s und der Vorplatz wird entsiegelt und ansehnlich gestaltet. Wir bekommen einen schönen neuen Treffpunkt."
Darüber hinaus entstehen drei Parkplätze und die Stufe am Eingang des Gemeindehauses weicht einem barrierefreien Zugang. Sowohl von der Straßenkante als auch dem Gemeindehaus fällt die Fläche leicht ab und wird an einer Mittelrinne zusammengeführt, damit auch das Wasser ordentlich abgeleitet wird.

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