Was macht eigentlich … Dieter Grau?

Was macht eigentlich … Dieter Grau?

Lange nichts mehr gehört vom langjährigen Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse (KSK) Vulkaneifel, Dieter Grau (53). Ist er noch in der Eifel, wohnt er überhaupt noch in Hillesheim? Hat er schon einen neuen Job? Schließlich ist sein Vertrag am 31. Dezember vergangenen Jahres ausgelaufen, er wäre also frei in der Entscheidung, eine neue Tätigkeit zu übernehmen.


Also Anruf in Hillesheim: Es klingelt drei Mal, dann meldet sich Dieter Grau. Weggezogen ist er also nicht, und das soll sich auch nicht ändern, wie der 53-Jährige, der fast 20 Jahre lang an der KSK-Spitze gestanden hat, berichtet. "Hillesheim ist und bleibt unser Hauptwohnsitz", sagt der gebürtige Würzburger, "aber meine Frau und ich verbringen auch längere Zeit im südlichen Spanien."
Und die berufliche Zukunft? Zeit zum Sondieren des Markts hatte er, nachdem er im Januar vergangenen Jahres als Vorstandsvorsitzender beurlaubt worden war.
Kurz zuvor - im Dezember 2011 - war eine Verlängerung seines Vertrags von der Mehrheit des KSK-Verwaltungsrats abgelehnt worden. Danach schlugen die politischen und juristischen Wellen im Kreis Vulkaneifel hoch, bis hin zur Rücktrittsankündigung von Landrat Heinz Onnertz im Sommer.
Ihm gehe es gut, er fühle sich wohl, nein, einen neuen Job habe er noch nicht angetreten. "An Angeboten mangelt es nicht, aber es will genau überlegt sein, etwas Neues anzufangen", sagt Grau. Natürlich hat er das Geschehen in der KSK im vergangenen Jahr verfolgt, wie beispielsweise die Wahl von Dietmar Pitzen als sein Nachfolger als Vorstandsvorsitzenden, aber die Brücken zur Bank scheinen so gut wie alle abgebrochen. Bis auf eine: Die KSK zahlt ihm nach TV-Informationen ein jährliches Ruhegehalt von rund 100 000 Euro.
Ist nach allem, was passiert ist, noch etwas Herzblut für "seine" Sparkasse übriggeblieben? "Nein", sagt Grau. sts

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