Birgel: Was Rettungshunde alles können

Birgel : Was Rettungshunde alles können

Die Such- und Rettungshundegruppe Vulkaneifel zeigt,  was die Führer und ihre Tiere  leisten und beherrschen müssen.

Die Hunde Pepper, Yuma und Tika zogen alle Blicke der zahlreichen Besucher auf sich, als sie freudig aufgeregt das Gelände am Birgeler Sportplatz betraten. Doch dieses Mal stand kein Einsatz an, sondern eine kleine Vorführung, was Rettungshunde während ihrer Ausbildung zum Personenspürhund, dem sogenannten „Mantrailer”, alles lernen und im Einsatz leisten. Die Suche nach vermissten Personen, bei der sich „freiwillige Opfer” aus dem Publikum versteckten und von den Rettungshunden gefunden werden mussten, war ein Programmpunkt beim  Sommerfest des Vereins „Tierteller“. Eine Stunde lang zeigten die Teams Elemente des Trainings und der Prüfung von Personenspürhunden.

Uwe Lukas, Ausbilder und Leiter der Rettungshundegruppe, erläuterte den Ausbildungsweg der Rettungshunde und die Ziele der Ausbildung. „Was sich hinter der Rettungshundegruppe verbirgt und was sie so machen, davon wissen viele Menschen nur sehr wenig”, erklärte der Leiter und Ausbilder der Rettungshunde Uwe Lukas.

Lukas erläuterte auch, dass nur Hunde ausgebildet werden, die keinerlei Aggressivität gegenüber Menschen zeigen. Er betonte, dass keine ‚Zirkushunde‘ ausgebildet werden, dass die Hunde Hunde bleiben sollen und keinerlei Gewalt beim Training angewandt wird. Alle trainierten Fähigkeiten dienen dem Ziel, bei späteren Einsätzen zuverlässig Menschen in Not zu finden, und dafür muss die Suche Spaß machen.

Hund und Hundeführer sind ein Team und vollkommenes Vertrauen des Hundes in seinen Führer und auch des Hundeführers in seinen Hund ist eine der Grundvoraussetzung, um nach abgeschlossener Ausbildung und positiver Einschätzung der Einsatzfähigkeit beziehungsweise Prüfung erfolgreich an Einsätzen teilnehmen zu können, erklärte Uwe Lukas.

Der anwesende, knapp vierjährige Rüde Pepper mit seiner Hundeführerin Sandra Arnoldy (Foto) kennt das Gefühl des Glücks, wenn am Ende einer Suche „gefunden“ wird, denn er hatte schon einmal den richtigen Riecher. „Was war das ein tolles Erlebnis, ich musste selbst mitweinen vor Glück und ich war soooo stolz auf meinen Pepper Bär. Er hat den kleinen Mann gefunden, nachdem Rettungshund „Adrian“  super Vorarbeit geleistet hat“, berichtete Hundeführerin Sandra Arnoldy. „Das alleine war die ganze Arbeit und Zeit wert, die wir beide bisher investiert haben und auch weiter investieren werden“, erklärte Sandra lächelnd.

Die Zuschauer, ob groß oder klein, beobachteten mit großer Begeisterung die Hunde bei der Vorführung ihres Könnens.

Der tosende Applaus der begeisterten Zuschauer machte deutlich, dass sich die viele Zeit und Arbeit, die die Hundeführer in ihre ehrenamtliche Tätigkeit investieren, lohnt. Neben den Einsätzen verbringen die Hundeführer noch viele Stunden damit, ihre Hunde immer wieder in verschiedensten Übungen und Trainings auf die Einsätze vorzubereiten. Bis zu dreimal die Woche wird trainiert, um immer für den Ernstfall bereit zu sein: der Suche nach vermissten Menschen.

Weitere ausführliche Informationen finden Sie auf der Homepage: www.suchhundegruppe-vulkaneifel.de

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