Weichen für die Zukunft stellen

Weichen für die Zukunft stellen

STROHN/DAUN. (sts/red) Die Gruppe Daun des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) geht davon aus, dass eine Erweiterung des Lava-Abbaus am Strohner Wartgesberg nicht mehr abzuwenden ist. Sie hofft nun, dass ein Kompromiss für die Zukunft möglich wird.

Die Nabu-Gruppe Daun gibt sich keinen Illusionen hin: "Realistisch gesehen ist eine Erweiterung des Lava-Abbaus am Wartgesberg in Strohn nicht mehr abzuwenden", heißt es in einer Pressemitteilung. Vor diesem Hintergrund solle jetzt damit begonnen werden, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Nach Ansicht des Nabu bedeutet dies: grundsätzliches Abbau-Ende nach Ausbeutung der Erweiterungsfläche, wirksamer Schutzstatus für das restliche Landschaftsschutzgebiet (LSG) unter Miteinbeziehung des Sprinker-Maar-Bereichs und Nutzung abgebauter Flächen unter Berücksichtigung von Artenschutz- und geotouristischen Aspekten. Der Strohner Ortsbürgermeister Alois Pohlen habe in der Informationsversammlung vorvergangene Woche (der TV berichtete) die Haltung des Gemeinderats dargelegt, dass es mit der nun geplanten Erweiterung des Lava-Abbaus am Wartgesberg ein Ende haben müsse, stellt die Nabu-Gruppe fest. Auch habe er deutlich gemacht, dass die Gemeinde ebenfalls an einer Unterschutzstellung des Sprinker Maars interessiert ist. Die Kreisverwaltung ihrerseits habe in einem Papier dargelegt, wie Abbauflächen geotouristisch genutzt werden können, wobei "die gegenwärtige Praxis des Verfüllens dem total zuwiderläuft". Zudem müssten Aspekte des Artenschutzes wesentlich stärker berücksichtigt werden. Wenn nun also die Gemeinde selbst schon für eine Beendigung des Ausbaus und eine Unterschutzstellung des Sprinker Maars plädiere, die Kreisverwaltung zudem Vorschläge für eine Nutzung der abgebauten Flächen im Sinne des Naturschutzes und des Geotourismus' unterbreitet habe, dann "sollte damit doch ein tragbarer Kompromiss gefunden sein", hofft der Nabu. Die Bedingung sei natürlich, dass die zuständigen Behörden sich nicht damit begnügten, durch eine Neuabgrenzung des LSG den weiteren Lava-Abbau zu ermöglichen, sondern "die Ausweisung des neuen Naturschutzgebiets und den Stopp der Verfüllung genauso energisch vorantreiben", heißt es in der Stellungnahme abschließend.

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