Weichen für weiteren Ausbau gestellt

Weichen für weiteren Ausbau gestellt

Das Land fördert den weiteren Ausbau des Bahnbetriebswerks Gerolstein. Laut Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) wird es sich bei den nächsten Bauvorhaben mit 85 Prozent an den Kosten beteiligen. 15 Prozent soll die kommunale Seite beisteuern.

Gerolstein/Pelm. Noch vor wenigen Jahren war das ehemalige, seit 1995 unter Denkmalschutz stehende Bahnbetriebswerk (BBW) Gerolstein kein Aushängeschild. Im Gegenteil: Als die Anlage Mitte der 1990er Jahre nicht mehr von der Bahn genutzt wurde, verfiel sie zusehends. Erst als sie 2004 in den Besitz der gemeinnützigen "Bahnbetriebswerk Gerolstein gGmbH" überging, wurde der Verfall gestoppt und mit der Sanierung begonnen.

Vieles ist seitdem schon erreicht worden, und das Areal ist mittlerweile auch optisch ansprechend, aber es ist noch einiges zu tun. Es muss weiter investiert werden, um den Gesamtkomplex auch touristisch besser vermarkten zu können. Dazu braucht es der finanziellen Unterstützung des Landes. Und damit Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) auch einen Eindruck davon bekam, was gefördert werden soll, war er zu einer Dampflok-Fahrt von Daun nach Gerolstein und Besichtigung des BBW eingeladen worden.

Dort wurde er von der SPD-Landtagsabgeordneten Astrid Schmitt und vom "Hausherrn" Jörg Petry (Geschäftsführer der BBW-Trägergesellschaft) über den Stand der Dinge informiert. Petry stellte fest: "Es hat sich schon einiges getan, und man sieht langsam, aber sicher, was es wird." Aber größere Vorhaben stehen noch an: So sind für das Areal neue Strom-, Gas- und Kanalanschlüsse erforderlich. Auch in den weiteren Ausbau des Lokschuppens als Veranstaltungsort soll investiert werden.

Minister Bruch wertete das, was geplant ist, als "im Interesse des Landes", deshalb werde es sich bei den anstehenden Vorhaben mit 85 Prozent der Kosten beteiligen. 15 Prozent werde die kommunale Seite (Kreis Vulkaneifel und Verbandsgemeinde Gerolstein) beisteuern, kündigte Landrat Heinz Onnertz an. Die Stadt Gerolstein und die Ortsgemeinde Pelm, auf deren Gemarkungen das BBW-Areal liegt, könnten noch beraten, ob und wie sie sich einbringen wollen. Onnertz: "Sie sollen nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden."

Konkret geht es in einem ersten Bauabschnitt um den Ausbau des Lokschuppens zu einem repräsentativen Veranstaltungsort. Die Kosten werden auf 1,35 Millionen Euro geschätzt, allerdings sei diese Summe mit Vorsicht zu behandeln, da man bei historischen Gebäuden und Arealen vor Überraschungen nicht gefeit sei. "Vor der Hacke ist es dunkel", wählte Bruch ein treffendes Bild, deshalb seien ganz exakte Kostenermittlungen nicht möglich. Der Lokschuppen hat bereits seine Tauglichkeit als Veranstaltungsort unter Beweis gestellt, nächste Bewährungsprobe ist die Eröffnungsveranstaltung für das Krimifestival "Tatort Eifel" im September.

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