Weihnachten ohne Kitsch

Weihnachten ohne Kitsch

KELBERG. (bb) Das Bläser- und Gesangsensemble Raimund Kaiser sowie der Rezitator Hermann Molitor begeisterten in Kelberg mit "Gedichten, Geschichten und Musik zur Weihnachtszeit". Der Abschluss im Programm der Katholischen Erwachsenenbildung war Publikumsmagnet.

Küster Edmund Blick hat einen Blick für die Zahl der Kirchenbesucher. "Es waren etwa 500 Leute hier", sagt er am Ende der Veranstaltung. Eine Reihe von ihnen verlässt die Kirche erst nach einem persönlich abgegebenen Kompliment an die Akteure: "Einmalig", "Wunderschön", "Etwas ganz Besonderes". Die 30 Beiträge, die die sieben Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie sechs Männer boten vermittelten Weihnachten, wie es zu Herzen geht, ohne kitschig zu sein. Die Programmgestaltung war klug bedacht: Hier die mit großem Einfühlungsvermögen rezitierte Lyrik aus Barock und Romantik und die liebenswürdige Schilderung einfachen Landlebens aus der Feder des fabulierfreudigen Karl Heinrich Waggerl ("Advent"), dort im musikalischen Teil Lieder wie gesungene Gebete und ausgezeichnet interpretierte Stücke aus anspruchsvoller Instrumentalliteratur. Die Erfolgsgeschichte des musikalischen Rezitationsabends begann in der Weihnachtszeit 1996, als der Kelberger Arzt Raimund Kaiser das Bläser- und Gesangsensemble zur Umrahmung der von dem pensionierten Oberstudiendirektor Hermann Molitor vorgetragenen Texte gründete. Damals hatte es fünf Mitglieder, seit mehreren Jahren wird im Dutzend musiziert. Raimund Kaisers Bruder Hermann-Josef Kaiser (Antweiler) hat die musikalische Leitung, sein Bruder Heribert Kaiser (Forsbach) wirkt ebenso mit wie seine Kinder Miriam (24), Esther (22), Sarah (20) und Stefan (14), seine Nichten Anne (21) und Eva (20), sein Neffe Marius (18) sowie sein Freund Kurt Buchbach (Kirchweiler) und sein Cousin Gustav Endres (Gerolstein).

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