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Weihnachtsdorf bleibt am angestammten Platz

Weihnachtsdorf bleibt am angestammten Platz

Für die Aussteller und Besucher des Weihnachtsmarkts in der Kreisstadt ändert sich in diesem Jahr nichts. Wie bisher wird die Veranstaltung auf dem großen Parkplatz in der Wirichstraße stattfinden. Über eine Alternative ist aber schon diskutiert worden.

Daun. Noch sechs Wochen, dann ist erster Advent - schon seit vielen Jahren der Termin für den Weihnachtsmarkt in Daun, der offiziell "Weihnachtsdorf" heißt. Am Termin ändert sich nichts, und auch der Veranstaltungsort, der Wirichparkplatz, bleibt wie gehabt.
Was nicht selbstverständlich ist, denn der Vorschlag, das Weihnachtsdorf vom Wirichparkplatz auf das Gelände rund um die Nikolauskirche zu verlagern, ist bereits ernsthaft in Erwägung gezogen worden.
Burgberg nicht geeignet


Aber vorerst bleibt der Markt mit den kleinen Hütten auf dem angestammten Platz, berichten Dieter Wilhelm, Vorsitzender des Gewerbe- und Verkehrsvereins (GVV), und Geschäftsführer Wolfgang von Wendt. Ganz vom Tisch sei ein möglicher Umzug in den nächsten Jahren aber nicht, betonen beide.
Eine Absage erteilen sie allerdings einem möglichen Standort Burgberg: "Ein schönes Areal, aber in der Praxis ist ein Weihnachtsmarkt dort nicht umsetzbar."
Das Weihnachtsdorf ist seit Längerem ein Sorgenkind des GVV, vor allem, weil finanzieller Aufwand und Ertrag in den vergangenen Jahren in keinem vernünftigen Verhältnis gestanden haben. "Wir haben viel Geld draufgelegt in den vergangenen Jahren", berichten Wilhelm und von Wendt.
Heißt konkret: Die Gesamtkosten für die Veranstaltung des Weihnachtsmarkts beliefen sich auf rund 7000 Euro, die Einnahmen allerdings nur auf rund 2000 Euro. Rund 5000 Euro Verlust, und das über Jahre: "Das können wir uns nicht mehr leisten und ist auch gegenüber den Mitgliedern nicht mehr vertretbar. Schließlich sind 5000 Euro ein Viertel unseres jährlichen Gesamtbudgets", sagt der Geschäftsführer. Aber deswegen ganz auf den Weihnachtsmarkt verzichten wollten Wilhelm und von Wendt nicht, denn: "Eine Stadt wie Daun kann es sich nicht leisten, keine solche Veranstaltung zu haben."
Ganz allein wird der GVV die finanzielle Last künftig wohl nicht mehr tragen müssen. Denn der zuständige Ausschuss des Stadtrats hat nach Auskunft des ersten Beigeordneten Otmar Monschauer zwischenzeitlich einstimmig dafür ausgesprochen, dass sich die Stadt an den Kosten für das Weihnachtsdorf beteiligen soll.
Die letzte Entscheidung darüber bleibt aber noch dem Stadtrat vorbehalten.
Bis auf die Finanzen bleibt also alles beim Alten: Termin, Veranstaltungsort und dass der GVV für die Organisation verantwortlich zeichnet.
Vor dem Weihnachtsmarkt steht ein Termin an, über den sich die Spitze des GVV besonders freut: Die Stadt Daun wird am Montag, 24. Oktober, als Qualitätsstadt ausgezeichnet.
Verleihung am 24. Oktober


Für das Service-Qualitätssiegel, das unter Federführung der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH verliehen wird, haben sich zahlreiche Betriebe engagiert (der TV berichtete).
Das im Frühjahr gesetzte Ziel, als erste Kommune in Rheinland-Pfalz "Qualitätsstadt" zu werden, wurde zwar nicht erreicht, weil Hachenburg im Westerwald schneller war, aber enttäuscht sind Wilhelm und von Wendt deswegen nicht. Im Gegenteil: "Wir sind stolz auf das Erreichte. Wer hätte im Frühjahr gedacht, dass so viele Betriebe mitmachen werden."
Und der Vorsitzende sieht doch einen Werbeeffekt: "Auch wenn es auf Landesebene nicht geklappt hat, werden wir doch immerhin die erste Qualitätsstadt in der Eifel."