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Weitere Fusionen sind nicht geplant

Weitere Fusionen sind nicht geplant

Stabile Ertragskraft, verlässlicher Kreditgeber, großes Kundenvertrauen: Das sind nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden Elmar Schmitz die Säulen der Volksbank (Voba) RheinAhrEifel. Die Bank rüstet sich für weiteren Ausbau der Online-Services.

Daun/Bad Neuenahr. Nein, Dankesbriefe hätten sie nicht erhalten, räumte Elmar Schmitz mit Blick auf die Umstrukturierungen im Filialnetz der Volksbank RheinAhrEifel ein. Davon sind im Bereich des Regionalmarkts Eifel etwa die Zweigstellen Uersfeld und Oberstadtfeld betroffen (der Trierische Volksfreund berichtete). Zwar bedauerten die Kunden den Rückzug der Bankmitarbeiter von den Dörfern, sie zeigten aber weit mehr Verständnis als noch bei den entsprechenden Veränderungen vor etwa zehn Jahren, erklärte er.

Die Filiale in Uersfeld (Verbandsgemeinde Kelberg) war Ende Ende März vergangenen Jahres geschlossen worden. Dieser Schritt steht für Oberstadtfeld (Verbandsgemeinde Daun) zum 31. März an, die Zweigestelle wird in Selbstbedienungsfiliale umgewandelt. Darüber hinaus schließt die Voba im Lauf des Jahres die SB-Filiale Deudesfeld und reduziert die Öffnungszeiten in Gillenfeld ab 1. April.
Der größte Teil der Verbandsgemeinde Daun und die komplette Verbandsgemende Kelberg gehören zum Geschäftsgebiet der Voba.

"Wir handeln nach der Prämisse vorantreiben statt getrieben zu werden', betonte Elmar Schmitz. Die Bilanz 2016 (siehe Extra) zeige, dass die Bank mit dieser Strategie den richtigen Weg eingeschlagen habe. In den 1980er Jahren hätten die Geldautomaten eine Entwicklung eingeleitet, auf die Kontoauszugdrucker und Online-Banking folgten und die mit der kürzlichen Einführung von neuen Apps und digitalen Services noch nicht zu Ende sei. Heute werde mehr als jedes zweite Konto online geführt und mehr als jede zweite Überweisung online getätigt.

"Wir rüsten uns mit dem weiteren Ausbau der Online-Services und der qualifizierten Beratung für die persodigitale Zukunft", sagte Schmitz. Soll heißen: Eine persönliche und digitale Erreichbarkeit gleichermaßen ist gewährleistet.
Als weiterer strategischer Schritt ist nach der Fusion mit der ehemaligen Raiffeisenbank Mittelrhein die Verschmelzung mit der Volksbank Mülheim-Kärlich geplant. "Wenn die Vertreterversammlung im Mai zustimmt, wird aus diesen beiden Geschäftsgebieten ein vierter Regionalmarkt gebildet", erklärte Elmar Schmitz und versprach: "Alle bisherigen Regionalmärkte behalten ihren Stellenwert." Weitere Fusionen? "Mir ist nichts bekannt", sagte Schmitz.

2016 hätten die Kunden hauptsächlich auf kurzfristig verfügbare Gelder gesetzt und auf Giro- und Tagesgeldkonten angelegt, gefolgt von Termineinlagen wie Festgeld und Spareinlagen, berichtete der Vorstandsvorsitzende. Das Gros neuer Ausleihungen sei an gewerbliche Kunden vergeben worden, bei den Privatkunden seien besonders im Bereich Baufinanzierung gute Zuwächse verbucht worden. Fonds und Wertpapiere seien bei den Kunden als Vermögensanlage immer gefragter. Ihr gesellschaftliches und soziales Engagement will die Volksbank RheinAhrEifel mit ihrer Bürgerstiftung und einer neu gestarteten Crowdfunding-Plattform fortsetzen. Letzteres bedeutet, dass Initiativen und Vereine die Möglichkeit haben, online um Spenden für gemeinnützige Projekte zu werben. Die Bank stockt die Beträge auf. Wird innerhalb einer bestimmten Zeit die angegebene Summe erreicht, fließt das Geld an die Initiatoren, und die Idee wird umgesetzt.