1. Region
  2. Vulkaneifel

Weltkrieg Opfer Gedenkfeier Gerolstein

Gerolstein : Mit der Gedenkfeier ein Zeichen setzen

Vor 76 Jahren endete der Zweite Weltkrieg: In Gerolstein wird wieder an die vielen Opfer erinnert.

(now) Eine der Tafeln an der Gerolsteiner Gedenkstätte für die Widerstandskämpferin Marcelle Dorr, die an den Folgen der Zwangsarbeit in Gerolstein verstarb, zählt auch die vielen anderen Menschen auf, die den Nazi-Terror nicht überlebt haben, wie Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter.

Hinter einigen der Namen ist das Alter notiert: Einer der amerikanischen Kriegsgefangenen ist mit 20 Jahren verstorben, seine Kameraden wurden nicht viel älter. Auf dem Ehrenfriedhof an der Büschkapelle ruhen zudem 391 Kriegstote. Auch ihrer wird bei der kurzen Veranstaltung am Samstag gedacht.

Coronabedingt sind dabei nur wenige Gäste zugelassen. „Nie wieder wollen wir eine solche Entmenschlichung und so viel Leid erleben“, sagt Evi Linnerth, Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaften.

Die Gedenkfeier, an der neben dem Verein auch Vertreter der Reservistenkameradschaft Gerolstein teilnehmen, solle ein Zeichen setzen, sagt Linnerth. „Die Friedensarbeit der Reservisten, das Engagement der Stadt und des Städtepartnerschaftsvereins machen deutlich, dass die Friedensziele in unserer Gesellschaft lebendig sind.“

Der 8. Mai sei der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, aber ebenso auch ein Datum, an dem  die Zukunft im Dunklen lag - „für uns Deutsche damals eine schwierige Wendemarke“, sagt Evi Linnerth. Umso wichtiger sei es zu erinnern und gegen Hass und Gewalt und für Verständnis und Versöhnung einzustehen.