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Wende im Hotelstreit von Hillesheim wirft viele neue Fragen auf

Meinung : Wende im Hotelstreit wirft viele neue Fragen auf

Was als unwahrscheinlich galt, ist nun doch eingetreten: Das OLG hat der Kündigungsklage der Stadt stattgegeben, die Augustinerkloster GmbH muss das Haus räumen. Damit hat die Stadt einen juristischen Sieg eingefahren.

Doch gibt es in der Angelegenheit wirklich Sieger? Fakt ist, dass das Verhältnis zwischen Eigentümerin und Pächterin seit der Kommunalwahl schon früh zerrüttet war. Wenn die Stadt nun Recht bekommen hat, stellt sich die Frage, ob die vorherigen Stadträte unter der Ägide von Matthias Stein damals nicht richtig hingeschaut und so zum Nachteil der Stadt agiert haben. Das wird aufzuarbeiten sein.

Doch wie geht es nun weiter? Ist eine weitere längere Schließung des Hauses zu befürchten, dass wegen Corona und der Jahrhundertflut in den vergangenen drei Jahren mehr geschlossen denn geöffnet hatte. Hat die Stadt einen neuen Betreiber oder Käufer an der Hand? Klar ist: Ein gut laufendes Hotel Augustinerkloster ist enorm wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und des gesamten Tourismus in der Verbandsgemeinde Gerolstein. Und was macht die Pächterin, die nebenan ja einen gültigen Pachtvertrag fürs Krimihotel bis Ende 2030 hat? Die aber auch stets betont hat, dass sich wirtschaftlich und mit dieser großen Mannschaft nur der Betrieb beider Hotels zusammen lohnt. Und was wird aus der Belegschaft, die so enorm harte Zeiten hinter sich hat? Alles offen!

m.huebner@volksfreund.de