Wenn alle an einem Strang ziehen …

Wenn alle an einem Strang ziehen …

Jede Menge Information, viele Kontakte, gefüllte Auftragsbücher und etliche Anmeldungen für nächstes Jahr: Die Organisatoren des Beda-Markts ziehen positive Bilanz der drei Messetage. Die Aussteller kommen gerne wieder.

Bedamarkt Sonntag. TV-Foto: Klaus Kimmling. Foto: Klaus Kimmling
Bedamarkt am Sonntag. TVFoto: Klaus Kimmling. Foto: Klaus Kimmling

Der Beda-Markt hat Langzeitwirkung. Viele Besucher informieren sich auf der Messe über das Angebot von Händlern und Handwerkern und kommen im Laufe der kommenden Wochen und Monate dann zurück in die Betriebe - und aus Kontakten werden konkrete Aufträge. Mit mehr als 70 000 Gästen über die drei Tage waren dieses Jahr zum Beda-Markt etwa 10 000 Besucher mehr da als 2015. Ein Blick in die einzelnen Messebereiche:

Streetfood-Festival: "Unsere Standbetreiber haben gesagt, dass sie eine solche Stimmung wie hier in Bitburg an anderen Orten so noch nicht erlebt haben", sagt Thomas Gangolf, der mit seiner Frau das erste Streetfood-Festival mit 20 Essens-Trucks auf dem Firmengelände in der Saarstraße organisiert hat. "Die Standbetreiber waren von dem großen Zuspruch absolut überrascht. Auch wir haben mit einem solchen Ansturm nicht gerechnet", sagt Gangolf. Ob es eine zweite Auflage 2017 geben wird, steht noch nicht fest: "Wir werden das prüfen."

Automobilausstellung: "Wir sind mit der Resonanz absolut zufrieden", sagt Edgar Bujara, Sprecher der Werbegemeinschaft Autowelt Bitburg. Mehr als 20 Automobilhändler haben sich im Zelt am Beda-Platz und in der Schalterhalle der Kreissparkasse präsentiert. Das bedeutet Aufwand. Für Bujara aber steht fest: "Es ist wichtig, dass wir nicht nur in unseren Autohäusern, sondern auch mitten in der Stadt vertreten sind." Eine Oldtimerschau soll es wegen des großen Besucherinteresses auch 2017 geben. Was Bujara dieses Jahr überflüssig fand: "Das ganze Hin und Her um die Sperrung der B 51 - so was brauchen wir nicht noch mal."

Landwirtschaftsschau: "Mir sagen unsere Aussteller, dass sie es sich gar nicht leisten können, nicht auf dem Beda-Markt vertreten zu sein", sagt Gerd Grebener, Leiter der Rinder-Union-West, die zusammen mit der Landwirtschaftskammer das Treiben in und um die Auktionshalle mit 60 Ausstellern und hochkarätigen Zuchttierwettbewerben auf die Beine stellt. Jenseits des Fachpublikums entwickelt sich die Schau zunehmend auch zum Magnet für Familien mit Kindern. Offen ist, wie es weitergeht. Die RUW plant ja an ihrem Standort in Fließem den Neubau einer Halle. Wie es 2017 zum Beda-Markt aussieht, kann Grebener noch nicht sagen: "Das hängt ja auch vom Baufortschritt ab." Er schlägt vor, dass alle Organisatoren gemeinsam Wege und Möglichkeiten besprechen, damit die Landwirtschaft Teil des Beda-Markts bleibt.

Handwerkerausstellung: 75 Aussteller haben sich dieses Jahr im Handwerkerzelt präsentiert. Zwar etwas weniger, als im Vorjahr, aber dennoch war das 3000 Quadratmeter große Zelt voll belegt. "Der Trend geht zum größeren Stand. Die, die hier dabei sind, wollen das richtig nutzen", sagt Rudolf Rinnen, Marketing-Chef der Volksbank, der die Ausstellung im Handwerkerzelt organisiert.
Viele der Aussteller hätten sich schon für 2017 vorgemerkt: "Hier werden nicht nur Kontakte gemacht, von denen die Betriebe auf lange Sicht profitieren, sondern teils machen Handwerker hier auch schon im Zelt Termine zum Aufmessen aus." Ausbauen will Rinnen die Kinderbetreuung in Kooperation mit der Katholischen Familienbildungsstätte: "Da waren zeitweise 20 und mehr Kinder."

Gesundheitsmesse: "Die Beachtung dieses Teilbereichs wächst", sagt Evelin Maus, Verlagsleiterin des Wochenspiegels Trier, der die Gesundheitsmesse mit gut 30 Ausstellern in der Stadthalle organisiert. Die Aussteller seien durch die Bank zufrieden: "Einige haben bereits jetzt angekündigt, 2017 ihren Stand zu vergrößern". Auch die Vorträge, besonders jene rund um Ernährung und Darmgesundheit, seien gut besucht gewesen. Maus: "Wir gehen davon aus, dass wir die Gesundheitsmesse zum Beda-Markt fortführen werden."

Rummel: "Die finden den Beda-Markt alle prima", sagt Elfriede Grewe, Geschäftsführerin der Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft Bitburg (BVB) mbH, die den Rummel sowie die Buden zwischen den einzelnen Ausstellungsorten mit 40 Schaustellern und Standbetreibern organisiert. Lediglich am Samstag sei der Spittel etwas leer gewesen: "Da haben drei Stände wegen Krankheit gefehlt, das konnten wir so kurzfristig leider nicht ersetzen." 2017 soll der neue Platz noch stärker genutzt werden.