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Wenn der Wald zum Refugium wird

Neues Naturreservat : Warum ein Stück Wald in Birgel zum Refugium wird

Die Birgeler haben den Hubertushain in der Gemarkung Hasselt eröffnet.

Neben der Hubertuskapelle, den Hubertusbläsern und der Hubertuseiche ist Birgel jetzt um einen weiteren heiligen Hubertus reicher geworden: Denn Ortsbürgermeister Elmar Malburg und der Birgeler Gemeinderat  haben das Waldrefugium Hubertushain in der Gemarkung Hasselt eröffnet.

Das 1,45 Hektar große, gemeindeeigene Laubwaldgebiet wird dort dauerhaft aus der forstlichen Nutzung genommen und darf sich ab jetzt ungestört entwickeln. Die Stilllegung der Waldfläche ist das Ergebnis einer Windkraft-Kompensationsmaßnahme aus dem Projekt „Obere Kyll – natürlich gut!“.

Bei der Eröffnung wurde es noch einmal etwas belebter in den ansonsten stillen Refugium. Landrätin Julia Gieseking, Verbandsbürgermeister Hans-Peter Böffgen und Revierleiter Norbert Bischof sowie weitere Vertreter der Verwaltungen waren dabei, als  Projektleiter Gerd Ostermann die Entstehungsgeschichte und die ökologische Bedeutung des Gebietes erläuterte. Svenja Weiland von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz erklärte danach die Steuerungsfunktion der Landesstiftung bei solchen Projekten.

Innerhalb des Gebietes liegt nun die Hubertuseiche – ein seit 1938 geschütztes Naturdenkmal – sowie zwei von drei Quellmulden des Birgeler Dorfbaches. Die Baumartenzusammensetzung des Waldrefugiums besteht aus Eichen, Buchen, Eschen, Hainbuchen und Fichten. Neben der imposanten Hubertuseiche mit seinen 280 Jahren stehen zahlreiche andere Althölzer bis 160 Jahren und Stammdurchmessern von über einem Meter. Auch Jungwuchs der folgenden Baumgenerationen ist schon reichlich vorhanden.