Wer stirbt schon gern in Daun?

Wer stirbt schon gern in Daun?

Wenn die beiden bekannten Eifel-Kabarettisten Hubert vom Venn und Jupp Hammerschmidt auftreten, dann bleibt kein Auge trocken. Mit ihrem Programm "Wer stirbt schon gern in ...?" tingeln die beiden erfolgreich durch die Eifel. Ins Forum Daun kamen rund 100 Zuschauer.

Daun. (HG) Mit mörderisches Eifelkabarett ist das aktuelle Programm "Wer stirbt schon gern in ..." betitelt. Die vermeintliche Leiche von Martha, die Hubert vom Venn als "schwarzer" Pastor von der Soko Heiliger Stuhl auf Pater Browns Spuren sucht, ist nur der rote Faden, der sich durch das Programm zieht.Wenn zwei sich streiten, freut sich das Publikum

Seit 1993 touren Jupp Hammerschmidt (60 Jahre alt und wohnhaft in Aachen) und Hubert vom Venn (Baujahr 1953, Wohnort: Roetgen) nun schon zusammen über die Lande, und das ist zweifellos ein Gewinn für die ganze Eifel. Wenn zwei sich zanken, freut sich der Dritte. Das ist in diesem Fall das Publikum, dessen Lachmuskeln bei den beiden manchmal arg strapaziert werden. Da sind der rote Sozi- Bürgermeister Jupp und Hubert vom Venn (Hans Süper vom Colonia Duett lässt grüßen) als der schwarze Pastor Hubert. Das Gespann weist Ähnlichkeit mit Don Camillo und Peppone auf, jedoch haben beide bei ihren Rollen mehr Wert auf Pointen, Witz und Körpergestik gelegt.Und natürlich darf der genaue Blick auf die Eifel und ihre Bewohner mit ihren Eigenarten, Tugenden, aber auch ihrer Herzlichkeit nicht fehlen. Eine Reise in die Vergangenheit, als noch überall die Herzhäuschen herumstanden mit Zeitungen als Toilettenpapier, enttarnt den Eifeler als sparsamen, aber auch als praktischen Menschenschlag. Natürlich hat er auch seine Eigenarten, die zwar wiederum praktisch aber auch manchmal komisch sein können. Kostprobe gefällig? "Was ist für den Eifeler wichtig, wenn er mal ins Krankenhaus muss?", fragt vom Venn die Zuschauer. Die Antwort: "Ohne frische Unterwäsche und einen neuen Morgenrock geht der Eifeler nicht ins Dauner Krankenhaus." Den Zuschauern im Forum Daun gefiel das Programm gut. "Ich wollte die beiden schon lange einmal sehen und freue mich, dass sie jetzt in Daun sind. Die zwei sind richtig gut, man kann ihre Sicht auf die Eifeler so richtig nachfühlen", sagte Winfried Häb aus Schönbach.

Mehr von Volksfreund