Wie Köln ohne Dom

Die neu gegründete Interessengemeinschaft (IG) Eifelvulkane startet eine Unterschriftenaktion für den Erhalt der Vulkanberge.

Daun/Hillesheim. (mh) Die Abbauflächen für Lava und Basalt im Landkreis Vulkaneifel sollen von derzeit rund 400 auf mehr als 2000 Hektar erweitert werden. So sieht zumindest der Vorschlag des Landesamts für Geologie und Bergbau (LGB) für die aktuelle Fortschreibung des regionalen Raumordnungsplans aus. Während Naturschutzverbände schon länger mahnend den Finger heben, beteiligt sich nun auch die Bevölkerung. In Daun ist eine Bürgerinitiative entstanden, die sich in der Interessengemeinschaft (IG) Eifelvulkane zusammengeschlossen hat.

Nach Auffassung der IG wären dadurch zahlreiche weitere Vulkanberge, -kuppen und Hänge von der Zerstörung bedroht. Hartmut Schmidt von der IG sagt: "Die einzigartige Landschaft der Vulkaneifel würde ihr charakteristisches Gesicht und damit auch ihre Attraktivität unwiderruflich verlieren."

Dagegen kämpfen die Bürger auf verschiedene Art und Weise. Wanderungen zu den Lavabrüchen, sonstige Aufklärungskampagnen, eine Vernetzung mit anderen Gruppen wie dem Naturschutzbund Deutschland, Infostände und nun eben auch Unterschriftenlisten gehören zum Repertoire.

Die IG Eifelvulkane will einen Ausverkauf der heimischen Vulkanlandschaft verhindern.

Deshalb fordert sie: keine weiteren Lava- und Basaltgruben, Rücknahme der Planungsvorschläge des LGB, Hände weg von allen Bergen mit Naturschutzgebieten und Naturdenkmalen, keine Vorranggebiete für Rohstoffsicherung und kein Abbau vulkanischer Gesteine, wo bisher oder schon seit längerer Zeit kein Abbau stattfand.

Schmidt sagt: "Ziel der Aktion ist es, den Behörden und allen für die Regionalplanung Verantwortlichen zu verdeutlichen, dass viele Menschen in der Eifel mit einer weiteren Zerstörung der besonderen Vulkanlandschaft ihrer Heimat nicht einverstanden sind."

Darum werden jetzt Unterschriftenlisten ausgelegt und an alle verteilt, die sich an der Aktion beteiligen wollen. Dazu gibt es ein Plakat mit dem Motto: Köln ohne Dom ist wie Eifel ohne Vulkanberge.

Unterschriften werden am Mittwoch, 16. März, auf dem Wochenmarkt in Daun und am Donnerstag, 17. März, auf dem Markt in Hillesheim gesammelt.