Wir schaffen zusammen, nicht allein: Neues Gemeindehaus in Basberg

Wir schaffen zusammen, nicht allein: Neues Gemeindehaus in Basberg

Nach dem tollen Abschneiden beim Dorfwettbewerb wollen sich die Basberger wieder aufs Arbeiten konzentrieren. Beim demnächst startenden Bau des neuen Gemeindehauses steht erneut die Gemeinschaft im Mittelpunkt.

Basbergs Ortsbürgermeister Franz-Josef Diederichs schaut sich die Pläne des neuen Gemeindehauses an. Foto: Mario Hübner

Liegt es am vielen Feiern nach dem Gewinn des Dorfwettbewerbs zunächst auf regionaler und dann auch auf Landesebene und der damit verbundenen Teilnahme am Bundesentscheid? Jedenfalls können es die Basberger kaum erwarten, mal wieder tatkräftig anpacken zu können. Davon ist zumindest Ortsbürgermeister Franz-Josef Diederichs überzeugt. Er sagt: "Die Leute freuen sich unendlich darauf, endlich mal wieder eine gemeinsame Baustelle im Dorf zu haben. Da wird Kaffee gebracht, gearbeitet, zusammen etwas auf die Beine gestellt, und am Feierabend trinkt man noch ein Stubbi."

Mutmaßlich müssen sie nicht mehr lange warten, denn für den Bau des neuen Gemeinde- und Generationenhauses liegen laut Diederichs bis auf die Baugenehmigung der Kreisverwaltung alle notwendigen Unterlagen und Zuschussbescheide vor. "Wir wollen noch in diesem Jahr beginnen und die Bodenplatte fertigstellen", sagt Diederichs. Über Winter soll das Projekt ausgeschrieben und im kommenden Frühjahr dann mit dem Aufbau begonnen werden. Und wenn alles gut läuft, wollen die Basberger in ihrem neuen Gemeindehaus dann den Advent feiern. "Aber das klappt nur, wenn alles hundertprozentig funktioniert. Ein Einzug im Frühjahr 2019 ist da schon etwas realistischer, wäre aber auch noch immer ein super Termin", sagt der Ortsbürgermeister.

Entstehen soll der neue Dorfmittelpunkt auf der gemeindeeigenen Wiese direkt hinter dem Friedhof in unmittelbarer Nähe zur Kirche. Geplant ist ein ebenerdiges und einstöckiges Haus mit einer Gesamtfläche von 126 Quadratmetern und einem Versammlungsraum von 76 Quadratmetern. "Wir wollen Platz für 40 bis 50 Leute haben, denn so viele kommen bei unseren Treffen und Versammlungen schon mal zusammen", sagt der Chef der 86 Einwohner zählenden Gemeinde.

Zum Vergleich: Im jetzigen Gemeindesaal ist gerade einmal Platz für zwei Dutzend Leute, und das auch nur, wenn alle eng zusammenrücken.

Da es am bisherigen Standort keine Erweiterungsmöglichkeiten gibt, das Haus noch nicht einmal über eine Heizung verfügt, sondern mit einem Holzofen befeuert wird und die Toiletten und der Brandschutz zu wünschen übrig lassen, "sind wir zusammen mit den Fachleuten aus der Verwaltung zu dem Schluss gekommen, dass ein Neubau mehr Sinn macht und wohl auch kostengünstiger ist", sagt der Ortsbürgermeister.

Bisher werden 260 000 Euro für den Neubau veranschlagt. 60 Prozent davon (157 000 Euro) steuert das Land bei, zehn Prozent (26 000 Euro) die Ortsgemeinde, die darüber hinaus die fehlenden 30 Prozent (78 000 Euro) über Eigenleistung erbringen will. Diederichs weiß, dass das ein äußerst ambitioniertes Vorhaben ist, dennoch gibt er sich zuversichtlich und sagt: "Sowohl beim Bau der Leichenhalle als auch dem Bau der Friedhofsmauer haben wir die 30 Prozent jeweils locker gepackt."

Auch jetzt hätten schon wieder viele Basberger ihre Bereitschaft bekundet, mit anzupacken oder das Vorhaben per Spende zu unterstützen. Der Ortsbürgermeister zählt auf: "Wir können pflastern, verputzen, Estrich und Fliesen legen und eigentlich den kompletten Innenausbau stemmen."

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