Wir vermissen ihn sehr

Abschiebung

Zu unserem Bericht "Was bleibt, ist Entsetzen" (TV vom 14. August) über die Abschiebung einer Familie aus dem Kosovo schreibt diese Leserin im Namen aller Klassenkameraden des zehnjährigen Diar Rrustemi: Wir finden es nicht in Ordnung, dass ein guter Freund von uns, der hier sehr glücklich war, einfach abgeschoben wurde. Wir wussten nicht, wo er plötzlich war. Als wir hörten, was passiert ist, waren wir total schockiert. Diar war nicht nur ein Klassenkamerad, sondern er spielte auch sehr gerne mit uns in einer Fußballmannschaft. Wir sind sehr traurig. Es ist schlimm, dass Familien, die sich gut hier im Land anpassen, einfach mitten in der Nacht ihr Zuhause verlassen müssen. Wir vermissen ihn sehr. Diar war ein guter Freund. Wir sind traurig, dass er weg ist. Er hat sich sehr bemüht, die deutsche Sprache zu lernen und hat sich gut integriert. Es tut uns leid für Diar und seine Familie. Es war schlecht, dass sie in der Nacht abgeholt wurden und nicht am Tag. Das kann man auch machen. Es wäre gut, wenn Familie Rrustemi vorher Bescheid bekommen hätte, dann wäre es uns noch möglich gewesen, uns von ihm zu verabschieden.
Anne Bretz, Sülm (Grundschullehrerin
in Kyllburg, die dies im Namen der Klassenkameraden und Schulfreunde
von Diar Rrustemi eingesandt hat)

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