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Wirtschaft Volksbank RheinAhrEifel Ergebnis 2020 Daun

Wirtschaft : Volksbank RheinAhrEifel zahlt wieder Dividende aus

2020 hatte es auf Empfehlung der Bankenaufsicht wegen Corona keine Gewinnausschüttung gegeben. Nun profitieren die Mitglieder vom positiven Geschäftsergebnis.

Diesmal war es kein Neuland mehr für die mehr als 300 Vertreter der Volksbank RheinAhrEifel: Wie bereits im vergangenen Jahr fand die Vertreterversammlung wegen der Corona-Pandemie digital statt. Die Vertreter waren aufgerufen, sich das Geschäftsergebnis 2020 live anzuschauen, den Vorstand und den Aufsichtsrat zu entlasten und ihre Stimme bei den Wahlen und Beschlussfassungen abzugeben.

Sascha Monschauer, Vorstandsvorsitzender der Volksbank (Voba) RheinAhrEifel, stellte mit seinen Vorstandskollegen Markus Müller und Walter Müller den Geschäftsverlauf 2020 vor. „Die Corona-Krise hat uns – genauso wie unsere Mitglieder und Kunden – vor große Herausforderungen gestellt. Uns ist es aber dennoch gelungen, mit einem sehr guten Kreditwachstum und einem deutlichen Zuwachs beim betreuten Kundenvolumen ein gutes Geschäftsergebnis zu erzielen“, erklärte Monschauer.

Deshalb hätten sich der Vorstand und der Aufsichtsrat auch dazu entschlossen, der Vertreterversammlung nicht nur die Ausschüttung einer Dividende, sondern auch einer zusätzlichen Einmalzahlung an die Eigentümer vorzuschlagen. Für das Geschäftsjahr 2019 hatte die Bank wegen einer Vorgabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht auf eine Dividendenzahlung verzichtet.

Die Aufsichtsbehörde hatte die Banken damals aufgefordert, mit Blick auf die Corona-Krise Maßnahmen zur Stabilitätssicherung zu ergreifen, und den Verzicht auf die Ausschüttung empfohlen. „Wir haben immer betont, dass wir unsere Eigentümer an unserem wirtschaftlichen Erfolg teilhaben lassen wollen. Für 2020 zahlen wir deshalb eine Grunddividende von zwei Prozent zuzüglich einer Ausschüttung von zwei Prozent aufgrund des positiven Geschäftsergebnisses“, erklärte Monschauer. Der Ausschüttung der Dividende stimmte die Vertreterversammlung zu.

2020 konnte die Voba 2848 neue Mitglieder und 6380 neue Kunden gewinnen. Die Bilanzssumme stieg um knapp elf Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Ihr Eigenkapital konnte die Bank ebenfalls weiter stärken. Es lag zum Bilanzstichtag bei 408 Millionen Euro. Die Kundeneinlagen wuchsen um 11,2 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Die Forderungen an Kunden steigerten sich um 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 2,7 Milliarden Euro. Insgesamt betreute die Genossenschaftsbank ein Kundenvolumen von 8,4 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 733 Millionen Euro (9,6 Prozent).

Rudolf Mies schied nach 36 Jahren Tätigkeit im Aufsichtsrat der Volksbank RheinAhrEifel – davon 17 Jahre als Vorsitzender – durch Erreichen der satzungsmäßigen Altersgrenze aus dem Gremium aus. Für sein langjähriges Engagement erhielt er die goldene Ehrennadel des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes.

In der digitalen Vertreterversammlung stimmten die Vertreter auch über die zur Wahl stehenden Regionalbeiräte ab. Neu in den Regionalbeirat Eifel gewählt wurde Sven Friedrich, Medienfachwirt aus Adenau. Er folgt auf Hans Follmann, der aus Altersgründen ausschied. Hubert Drayer, Manfred Hein und Dieter Kutscheid wurden in ihrem Amt bestätigt.