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Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel zieht in Daun Bilanz

Wirtschaftsförderung : Webinare statt Seminare – die WfG Vulkaneifel blickt auf ein arbeitsreiches Pandemie-Jahr zurück

Die Beratungsgespräche der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG) Vulkaneifel waren für viele Selbstständige und Unternehmer ein Rettungsanker in der Corona-Krise. Die Zahl der Neugründungen blieb 2020 stabil.

  „Es hat uns zwar überrascht, aber gefreut, das wir im vergangenen Jahr Anfragen für insgesamt 49 Erstberatungsgespräche verzeichnen und durchführen konnten“, sagt Judith Klassmann-Laux, Geschäftsführerin der Gesellschaft. Das gesamte Team der WfG – neben Klassmann-Laux gehören Angelika Gerhartz und Christina Kirst hinzu – zog in einem digitalen Pressegespräch eine Bilanz des vergangenen Jahres und erläuterte die Schwerpunkte der aktuellen und zukünftigen Arbeit.

Dem Virus geschuldet, verlagern sich die Aktivitäten und Angebote der Wirtschaftsförderer ins Internet, berichtet die Geschäftsführerin. „Beispielsweise wird das von den Unternehmern in der Region sehr geschätzte Unternehmerfrühstück „Early Birds“ nicht mehr als Präsenzveranstaltung durchzuführen sein“, sagt Klassmann-Laux.

Doch es entstehe nun eine digitale Variante unter der Bezeichnung „WfG ImPuls“: „Eine Gelegenheit, sich zur frühen Stunde mit einer Tasse Kaffee am eigenen Schreibtisch zu wechselnden Themen, wie Kommunikation, Fachkräftegewinnung, Mitarbeitergewinnung bis hin zu Zukunftstechnologien auszutauschen.“

Die Mehrzahl der Beratungen 2020 hätte sich um mögliche finanzielle Hilfen, die Grundsicherung und um die Auslegung der Corona-Bekämpfungsverordnungen gedreht. Die Themen der insgesamt 19 angebotenen Online-Seminare in diesem Jahr sind ebenfalls der derzeit immer noch schwierigen Lage angepasst und werden in Online-Seminaren angeboten: Virtuelles Arbeiten, digitale Geschäftsideen, Crowdfunding und auch Künstliche Intelligenz lauten die Inhalte.

Auch der Ideen-Wettbewerb „FunkenSprüher“ geht weiter. Da im vergangenen Jahr keine Veranstaltung durchgeführt werden konnte, legt die WfG die Jahre 2020 und 2021 zusammen, bereits eingereichte Arbeiten bleiben im Wettbewerb. Für die Einreichung innovativer neuer Ideen wurde der Stichtag 31. Mai 2021 festgelegt. Über die Form und den Ort der Preisverleihung herrscht noch Unklarheit.

Aus verschiedenen Gründen finden auch andere Angebote der Wirtschaftsförderer im Netz statt: Die gemeinsam mit den Gewerbevereinen entwickelten Seminare zum drängenden Thema „Handel und Digitalisierung“ werden online durchgeführt, ebenso die regelmäßigen Beratungs- und Gründungstage der WfG. Die Informationen zu allen Veranstaltungen sind unter www.wfg-vulkaneifel.de abrufbar.

Auf die Frage, wie es nach den hoffentlich bald überwundenen düsteren Zeiten für die Betriebe in der Vulkaneifel weitergehen soll, gibt Judith Klassmann-Laux eine angesichts der jetzigen Situation überraschende Antwort: „Ich glaube, dass die Hotelerie, die Tourismusbetriebe und die Gastronomie einen starken Aufwind erleben werden. Auch wenn das heute eine gewagte Prognose ist.“

In der Corona-Krise hätten viele Deutsche die Eifel als Urlaubsgebiet wiederentdeckt. Diese Rückbesinnung auf den sanften Tourismus werde lange nachwirken und die genannten Betriebe davon profitieren. „Im Augenblick fehlt ihnen allen leider die Perspektive, doch langfristig könnte das eintreffen.“