Wollmerather Kopp ist Geotop des Jahres

Wollmerath · Der Wollmerather Kopp ist von der Gesellschaft Natur- und Geopark Vulkaneifel als Geotop des Jahres ausgezeichnet worden. Die Felsformation aus Lavagestein soll in einen Themenpfad integriert werden.

Wollmerath. Freudige Nachrichten nimmt man gern an - auch in Wollmerath (Kreis Cochem-Zell). Und sehr zur Freude der kleinen Eifelgemeinde und des Junggesellenvereins um den Vorsitzenden Swen Laux durfte sie jetzt eine solche entgegennehmen: Der Wollmerather Kopp ist von der Gesellschaft Natur- und Geopark Vulkaneifel als Geotop des Jahres 2013 ausgezeichnet worden.
Am 17. Oktober hatte der Wollmerather Rat den Junggesellen grünes Licht zum Freischneiden des Geländes gegeben. Die unter Naturschutz stehende Felsformation aus Lavaauswurf soll eingegliedert werden in den Maare- und Thermen-Pfad, der über 33 Kilometer am Üßbach entlang von Bad Bertrich nach Ulmen führt - eine Maßnahme, die auch über den Kreis hinaus auf großes Interesse stieß. Jetzt durfte Ortsbürgermeister Wolfgang Schmitz im Beisein von Ratsmitgliedern, Junggesellen und von Bürgermeister Alfred Steimers aus den Händen von dessen Dauner Kollegen Werner Klöckner, der Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft ist, eine Urkunde in Empfang nehmen.
Leider spielte das Wetter nicht mit, und der Festakt musste vom Kopp in den Gemeindesaal verlegt werden. Dennoch sah man allenthalben strahlende Gesichter. Klöckner betonte, wie sehr diese Aktion in das neu gegründete Gesund-Land Vulkaneifel passt. "Eines der Ziele des Natur- und Geoparks Vulkaneifel ist es, die belebte und unbelebte Natur weiterzuvermitteln und dadurch unseren Gästen noch schmackhafter zu machen", sagte er.

Für alle zugänglich gemacht


In diesem Zusammenhang werden herausragende Leistungen besonders ausgezeichnet. Und in diesem Jahr ging kein Weg an Wollmerath vorbei. Was der Junggesellenverein dort ehrenamtlich und auf eigene Initiative hin geleistet hat, sei "eine ganz tolle Sache", betonte Klöckner. Der Verein habe den Kopp, der geologisch etwas ganz Besonderes ist, der Allgemeinheit wieder zugänglich gemacht.
Auch Alfred Steimers war begeistert: "Oft wird auf die Jugend geschimpft, aber wenn sie ein Ziel vor Augen hat, dann geht sie es auch an", sagte er und gratulierte der Gemeinde. Die Wollmerather Jugend habe "einen wichtigen Beitrag zur weiteren Identitätsbildung hier in der Vulkaneifel geleistet und geholfen, die Faszination unserer Landschaft noch mehr nach außen zu bringen."
Diesen Worten und dem Lob für die Junggesellen schloss sich Andreas Schüller, Diplom-Geograf und Geschäftsführer der Natur- und Geopark Gesellschaft, an. "Ich bin angetan von dem in Wollmerath Geleisteten", formulierte er. Er habe bisher schon viele Maßnahmen abgewickelt, "aber dies hier ist die erste, an der eine Ortsgemeinschaft beteiligt war". Für die Zukunft wünsche er sich, dass "wir nach dem Aussichtspunkt an der Lutzerather Achterhöhe am Wollmerather Kopp noch einen zweiten Eifelblick im Landkreis Cochem-Zell schaffen". Das wäre seiner Meinung nach schön. red

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