Wunsch wurde Wirklichkeit
Gesagt, getan: Walter Simonis hat Stations-Bilder für einen Kreuzweg in der Kapelle im Dauner Stadtteil Gemünden gestaltet. Pfarrer Kraus freut sich über das Geschenk und hat den neuen Kreuzweg jetzt eingeweiht.
Daun-Gemünden. "Ein Kreuzweg, das sind Bilder, die erzählen vom Leid, von der Hoffnung und auch von dem sicheren Glauben, dereinst den Tod zu besiegen. Franziskaner waren die ersten, die ab dem 14. Jahrhundert in Jerusalem Prozessionen auf dem Leidensweg Christi durchführten und an bestimmten Stationen betend Halt machten. Durch sie gelangte diese Form andächtigen Gedenkens auch zu uns." Diese weisen Worte richtete Pfarrer Axel Maria Kraus an die vielen Gläubigen, die zur Weihe eines neuen Kreuzwegs in die Kapelle Gemünden gekommen waren. Seit dem Jahre 1713 ist sie Mittelpunkt des Ortes, der seine Dorfkirmes zu Ehren des Heiligen Donatus erst kürzlich beging. Pünktlich zu diesem Fest war der Innenraum der Kapelle neu gestaltet worden. Und Walter Simonis hatte es sich nicht nehmen lassen, für das kleine Gotteshaus seines Heimatdorfs insgesamt 14 neue Stations-Bilder zu gestalten. "Immer wenn ich in anderen Kirchen bin, bewundere ich dort die schönen und ausdrucksstarken Kreuzwegbilder. So war es mein Wunsch, auch für unsere Gemündener Dorfkapelle einen Kreuzweg zu schaffen", meint Simonis. Und er setzte seinen Plan außerordentlich zügig in die Tat um. Gerade einmal drei Monate dauerte es, bis er alle seine selbst entwickelten Motive in Kupferblech getrieben und auf Basaltplatten angebracht hatte.
"In das Gesamtbild der Gemündener Kapelle mit der ausdrucksstarken Gemündener Madonna fügen sie sich sehr gut ein und lassen auch genügend Raum zum Meditieren über den Sinn und das Warum eines Kreuzweges", erklärte ein Besucher, der damit wohl die Meinung vieler auf den Punkt traf.