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Zensus: Befragung der Bürgerschaft des Kreises Vulkaneifel ab Mitte Mai

Zensus 2022 : Bevölkerungszählung in der Vulkaneifel: Die Befragungen starten Mitte Mai

Die Einwohnerinnen und Einwohner des Kreises Vulkaneifel werden für den Zensus 2022 befragt, einer deutschlandweiten Bevölkerungszählung mit Gebäude- und Wohnungszählung.

Die Älteren werden sich noch an die Volkszählung 1987 erinnern. Sie war damals begleitet von einer Vielzahl von Bürgerprotesten und einem organisierten Boykott. Eigentlich hätte die Zählung damals schon 1981 stattfinden sollen, musste aber immer wieder verschoben werden, auch weil das Bundesverfassungsgericht 1983 das Volkszählungsgesetz für teilweise verfassungswidrig erklärt hatte. Mittlerweile heißt die Volkszählung Bevölkerungszählung. Die hätte ursprünglich schon 2021 stattfinden sollen, musste aber verschoben werden. Nein, nicht aus rechtlichen Gründen, sondern – man ahnt es schon – wegen Corona.

Nun aber geht es bald los. Laut Kreisverwaltung werden die Einwohnerinnen und Einwohner des Kreises Vulkaneifel ab Mitte Mai für den Zensus 2022 befragt. Grundlage für die Erhebung sind die kommunalen Einwohnermelderegister.

Infos über Leben, Wohnen, Arbeit Neben der Ermittlung der Einwohnerzahlen sollen durch die Zählung auch zentrale Strukturdaten gewonnen werden, die eine Aussage darüber erlauben, wie die Menschen im Kreis leben, wohnen und arbeiten. 2652 Privatanschriften werden erfasst ebenso wie die Bewohner von Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften (wie beispielsweise Alten- und Pflegeheime). Es werden also auch Informationen, insbesondere zum Bildungsstand und zur Erwerbstätigkeit, erhoben, die nicht in den vorhandenen Verwaltungsregistern vorliegen. Für die ausgewählten zu befragenden Personen besteht beim Zensus eine gesetzliche Auskunftspflicht. „Nur so kann eine hinreichend aussagekräftige Datengrundlage erzielt werden“, heißt es in der Pressemitteilung der Kreisverwaltung.

Wozu die Zahlen dienen Auf Basis der durch den Zensus ermittelten Bevölkerungszahlen werden unter anderem der Länderfinanzausgleich geregelt und Berechnungen zur Verteilung von EU-Fördermitteln vorgenommen. Die Zensusergebnisse haben insoweit deutliche Auswirkungen auf die Städte und Gemeinden des Kreises Vulkaneifel.

In der Kreisverwaltung ist eine eigene Zensus-Erhebungsstelle eingerichtet worden. Die Befragung vor Ort soll nur wenige Minuten in Anspruch nehmen. Im Interview werden wenige persönliche Angaben zu den Auskunftspersonen erfasst. Anschließend erhalten die Auskunftspersonen Zugangsdaten zu einem Online-Fragebogen, um weitere Angaben eigenständig einzutragen und zu übermitteln. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die Befragung mit Hilfe eines Papierfragebogens durchzuführen.

Der Kreis hat etwas mehr als 50 ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte eingesetzt. Die Befragungen können mit genügend Abstand an der Tür oder im Flur erfolgen. Somit ist ein Betreten der Wohnung oder des Hauses der Auskunftsperson durch die Zensus-Interviewerin oder den Zensus-Interviewer nicht notwendig. Sie wurden laut Kreisverwaltung „sorgfältig ausgewählt, umfassend geschult sowie auf Verschwiegenheit verpflichtet“. Sie kündigen den Befragungstermin im Vorfeld durch einen Einwurf in die Hausbriefkästen an und können sich gegenüber den Auskunftspersonen als von dem Kreis Vulkaneifel Beauftragte ausweisen.

Daten unterliegen Geheimhaltung Die Zensusdaten unterliegen der statistischen Geheimhaltung und werden ausschließlich für statistische Zwecke genutzt. Durch das sogenannte Rückspielverbot ist es gesetzlich untersagt, dass die gewonnenen Zensus-Befragungsdaten an andere Verwaltungsbereiche der Kreisverwaltung oder gar an andere Verwaltungen weitergegeben werden. Zudem werden die Zensus-Ergebnisse nur anonymisiert veröffentlicht, so dass ein Rückschluss auf einzelne Personen nicht möglich ist.

Die Zensus-Erhebungsstelle Vulkaneifel ist für Rückfragen per E-Mail an zensus.info@vulkaneifel.de oder unter den Telefonnummern 06592/933-441 und 06592/933-442 erreichbar.

(sts)