Ziel bleibt klinische Geburtshilfe in der Vulkaneifel

Gesundheit : Ziel bleibt klinische Geburtshilfe in der Vulkaneifel

Wie geht es weiter mit der Geburtshilfe in der Vulkaneifel? Zur Klärung dieser Frage hatte Landrat Heinz-Peter Thiel am Montag Hebammen, Vertreter der Interessengemeinschaft (IG) Geburtshilfe und Kreisentwickler eingeladen. Das Ergebnis:

Es bleibt ein „heißes Eisen“, wie Thiel betonte. Auch nach der Schließung der Geburtsstation im Maria-Hilf-Krankenhaus in Daun werde das Ziel, wieder eine klinische Geburtshilfe im Kreis zu haben, nicht aufgegeben. Bis dahin jedoch gehe es um die Entwicklung machbarer Optionen, etwa nach dem Vorbild der Saarburger Hebammenzentrale die geburtliche Vor- und Nachsorge wohnortnah zu sichern. Derzeit sind die Hebammen, die im Dauner Krankenhaus arbeiteten, entweder freigestellt oder arbeitslos. „Wir müssen diese Fachkräfte vor Ort halten“, sagte Thiel: „Sie haben weiterhin für Schwangere oder junge Mütter viele Aufgaben.“

Christiane Rübenach, eine der betroffenen Hebammen, schilderte die aktuelle Situation: „Viele Gebärende sind derzeit desorientiert, sie wissen nicht wohin und melden sich vorsorglich in mehreren verschiedenen Kliniken an.“ Die Koordination von Geburten, die nun in anderen Landkreisen stattfinden müssen, sei eine der wichtigen Tätigkeiten, die eine Hebammenzentrale zu leisten habe.

Landrat Thiel kündigte zugleich an, es werde nach diesem Treffen zeitnahe Folgetermine geben, um konkrete Schritte zu erörtern, wie etwa die Trägerschaft eines möglichen Hebammenzentrums aussehen kann. Er ist zuversichtlich, dafür auch Krankenkassen und Krankenhausträger gewinnen zu können.

Ausführlicher Bericht folgt.

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