Ziel: Da sein, wenn's nötig ist

Einstimmiges Votum: Sureeporn ("Tuhta") Schwarz aus Gerolstein-Lissingen ist die neue Ausländerbeauftragte des Landkreises Vulkaneifel. Der Kreistag hat sie gestern einstimmig gewählt.

Sureeporn „Tuhta“ Schwarz aus Gerolstein-Lissingen ist die neue Ausländerbeauftragte des Landkreises Vulkaneifel. TV-Foto: Mario Hübner

Daun/Gerolstein-Lissingen. Die gebürtige Thailänderin Sureeporn Schwarz aus Gerolstein-Lissingen, die von allen ihren Freunden und Bekannten nur "Tuhta" (was so viel heißt wie "kleine Puppe") genannt wird, ist die neue Ausländerbeauftragte des Landkreises Vulkaneifel. Der Kreistag hat die 39-Jährige (die morgen 40 wird) in seiner gestrigen Sitzung einstimmig zur Nachfolgerin von Usharania Mayer gewählt, die mit ihrer Familie in die Schweiz gezogen ist.

Zu ihrem neuen Job sagte die studierte Betriebswirtin und Mutter zweier Kinder, die verheiratet ist und seit viereinhalb Jahren in Gerolstein-Lissingen wohnt, dem TV: "Ich möchte für die Leute, die Hilfe brauchen, da sein, wenn es nötig ist."

Aus ihrem Bekanntenkreis und ihrer bisherigen Arbeit beim Forum Eine Welt weiß sie nur zu genau: "Viele ausländische Mitbürger trauen sich wegen mangelnder Sprachkenntnisse nicht, zum Amt zu gehen oder sonstige notwendige Hilfe in Anspruch zu nehmen."

Sie selbst hat diese Sprachprobleme nicht, "weil ich mich vor allem wegen der Kinder stets bemüht habe, Kontakt zu den Einheimischen zu bekommen." Zudem gilt im Hause Schwarz die Devise: "Auf der Straße wird Deutsch gesprochen."

Überhaupt hält sie den regelmäßigen Austausch für enorm wichtig. Sie sagt: "Jeder Ausländer sollte sich bemühen, ständig mit den Einheimischen in Kontakt zu sein. Das ist sehr wichtig, wenn man hier lebt." Die Arbeit des Forums Eine Welt, das permanent Integrationsveranstaltungen anbietet, schätzt sie daher außerordentlich.

Unterstützung auch von ihrem Mann



Ihr Mann Werner wiederum, den sie 1995 bei ihrer gemeinsamen Arbeit in einer Firma in Bangkok kennengelernt hat, unterstützt ihr neues Engagement. Er sagt: "Ich habe gespürt, was es heißt, Ausländer zu sein. Und dass obwohl in Thailand die Einheimischen sehr zuvorkommend sind."

Landrat Heinz Onnertz dankte "Tuhta" Schwarz für ihre Bereitschaft, das Amt der Ausländerbeauftragten zu übernehmen. Winfried Wülferath, CDU-Mitglied und Geschäftsführer der Caritas Westeifel, bot ihr Hilfe und Zusammenarbeit an, und Tim Steen (Bündnis 90/Die Grünen) drückte seine Zuversicht aus, "dass die gute Arbeit von Usha Mayer fortgesetzt wird".