Ziel: Jobs schmackhaft machen

Ziel: Jobs schmackhaft machen

GEROLSTEIN. (mh) Beliebter Service: Rund 650 Schüler und Lehrer von Gymnasien, Haupt- und Realschulen informierten sich beim Tag der offenen Tür vom Angebot der Berufsbildenden Schule (BBS) in Gerolstein.

Volles Programm: Einen großen Parcours mit 18 Stationen hatten Schüler und Lehrer der BBS aufgebaut, auf dem sich die Schulformen, Bildungsgänge und Fachrichtungen exemplarisch vorstellten. Und die rund 650 Besucher, allesamt Abgangsschüler, nutzten das Angebot gerne, sich einen Überblick zu verschaffen. Station Holzwerkstatt: Dort führten angehende Tischler Kastenverbindungen und Arbeiten mit handgeführten Maschinen und Werkzeugen vor. In der Elektrowerkstatt wiederum informierten sich die Schüler über die vielfältigen Elektroberufe, und in der KFZ-Werkstatt erfuhren Nachwuchsbastler und -schrauber, dass nicht nur Interesse, sondern vor allem Mathe-Kenntnisse für ihren Traumjob vonnöten sind. Kreativität ist hingegen bei den Absolventen von Hauswirtschaft und Sozialwesen gefragt: Das bewiesen die schmucken wie ausgefallenen Tischdekorationen.Schlau machen, statt abbrechen

Wer detaillierte Informationen über die vorgestellten Berufe haben wollte, war bei Arno Schmidt von der Agentur für Arbeit richtig, der viele persönliche Gespräche führte. Bei den jungen Gästen wird der BBS-Besuch noch nachwirken, da die Einblicke in die verschiedenen Berufsfelder im Unterricht nachgearbeitet werden: um die Berufswahl zu erleichtern. Vor allem vor dem Hintergrund der hohen Abbrecherquoten sowie der hohen Zahl arbeitsloser Jugendlicher kommt für den Leiter der BBS Gerolstein, Oberstudiendirektor Heinz Brauns, derartigen Veranstaltungen ein immer höherer Stellenwert zu. Er sagte: "Wenn wir dadurch die hohe Abbrecherquote auch nur geringfügig senken können, haben wir viel erreicht." Auch die Rückmeldung der jungen Gäste war durchweg positiv. So sagte Laura Regnery von der Regionalen Schule Jünkerath, dass der Tag sehr informativ gewesen sei. Besonders gut haben ihr die Küche, die Zahnmedizin und die Computer gefallen. Ihre Mitschülerin Hasret Virit war vom Hotelfach überzeugt. Sie sagte: "Entweder will ich eine Ausbildung zur Hotelfachfrau machen oder Polizistin werden."