Zu Gast bei nächtlichen Fliegern

Eine sachkundige Führung mit Erläuterung der historischen Entwicklung der Basaltgewinnung in Mayen sowie eine nächtlichen Fledermausberingung unter Tage hinterließen unvergessliche Eindrücke bei den Teilnehmern, die der Einladung des Nabu-(Naturschutzbund) Daun zu den Fledermäusen im Mayener Grubenfeld gefolgt waren.

Ohne sachkundige Führung kaum zu finden und schon gar nicht zu sehen: Fledermäuse im Mayener Grubenfeld. Foto: privat

Mayen. (red) Das unterirdische Stollensystem des Grubenfelds in Mayen stellt mit über 100 000 überwinternden Fledermäusen das bedeutendste deutsche Fledermausquartier dar. Der Nabu-Landesverband Rheinland-Pfalz hat daher ein Großprojekt zum Erhalt des Gebietes gestartet und nach dessen Ankauf erste Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. So ist etwa der gut zehn Meter hohe einsturzgefährdete Eingang eines früher als Bierkeller genutzten unterirdischen Steinbruchs bereits mit einer massiven Holzkonstruktion provisorisch abgesichert.

Das Gebiet beeindruckte insgesamt durch die Vielzahl unterschiedlicher Strukturen, die durch die jahrhundertlange Basaltgewinnung im Untertagebau entstanden waren. Steilwände, Stollensysteme, Schächte, Höhlen, Geröllhalden und Wasserflächen folgten in raschem Wechsel.

Im Inneren einer gewaltigen, durch die Gewinnung von Mühlsteinen entstandenen unterirdischen Halle wurde die Lebensweise der Flugtiere erläutert.

Höhepunkt der Exkursion war die nächtliche Beringungsaktion im Bierkeller. Aus nächster Nähe erlebten die Teilnehmer, wie die Fledermäuse gefangen, untersucht, vermessen, gewogen, beringt und anschließend wieder freigelassen wurden.