Zu unserem Bericht:

In der heutigen Zeit der leeren Haushaltskassen sind die Kosten für die Anschaffung der Beschneiungs-Anlage sicherlich kein Pappenstiel. Es stellt sich grundsätzlich die Frage, welche Prioritäten (Haushaltskonsolidierung/Belebung Eifeltourismus) man setzen möchte. Die Signalwirkungen für den erfolgreichen Radtourismus in den Sommermonatensind bestimmt nicht zu übersehen. Neben diesen positiven Auswirkungen sollten weitere Angebote für eine attraktive Wintersaison geschaffen werden. Viele Buchungsanfragen in den vergangenen Jahren gehen jedenfalls eindeutig in diese Richtung. Apropos Eingriff in die Natur: Wie sieht es denn bei den Windkrafträdern aus?Dietmar Welling, Daun-Waldkönigen Es ist bezeichnend: Mit keinem Wort wird in der Berichterstattung des TV über die geplante Beschneiungsanlage am Mäuseberg erwähnt, dass es sich bei dem Gebiet um einen Teil des Naturschutzgebiets (NSG) Dauner Maare handelt, dessen Schutzzweck unter anderem die Erhaltung der Vulkanlandschaft der Eifel mit vier Maaren wegen ihrer Einmaligkeit und besonderen Schönheit ist. Wenn es um Tourismusförderung geht, spielt Naturschutz jedoch offenbar eine untergeordnete Rolle. Vielleicht hilft ein Weg aus dem Dilemma, den die Flieger des umstrittenen Flugplatzes Senheld versuchten. Sie hielten seinerzeit nach einem Ersatzgelände für ihren Flugplatz Ausschau. Der Skiclub sollte es ihnen gleich tun und die immensen Mittel an einem Platz investieren, der nicht ständig zu Konflikten mit den Naturschutzbestimmungen führt und zudem auch noch Spielräume für eine touristische Erweiterung bietet. Hoffentlich allerdings mit besserem Erfolg als seinerzeit die Flieger!Hans-Peter Felten, Daun Die Idee ist so gut, dass man sich allen Ernstes fragen muss, warum das nicht längst passiert ist. Was hat die Eifel ihren Gästen im Winter denn zu bieten? Zu "Schmelzwasser ins Maar" sage ich nur Hurra Deutschland. Wasmacht das Maar denn mit Regenwasser oder Schmelzwasser aus echtem Schnee? Falls die Anlage nicht genehmigt wird, schlage ich daher vor, die dann frei werdenden Gelder in das Umweltprojekt "Legt das Maar trocken" zu investieren und das Gelände rund um das Maar mit einer Bedachungsanlage zu versehen, damit bei echtem Regen oder Schnee kein kontaminiertes Wasser ins Maar gelangt.Markus Theisen, Daun Es wäre eine tolle Sache, wenn am Mäuseberg die Beschneiungsanlage gebaut würde. In diesem Winter hätte man schon mehrere Wochen Ski fahren können, aber leider lässt es Frau Holle in dieser Region zu wenig schneien (kalt genug war es!). Auch wäre es ein touristischer Gewinn für die Stadt und umliegende Region, da ich davon ausgehe, dass an Wochenenden viele Besucher aus dem benachbarten Ausland (Belgien, Luxemburg, Holland) und dem Ruhrgebiet anreisen würden. Leute aus dieser Region, die gerne Ski fahren, müssen sich teure Ausrüstungen kaufen, um sie maximal ein bis zwei Wochen im Skiurlaub nutzen zu können, oder fahren in die Skihallen nach Neuss oder Bottrop, um dort für sehr teures Geld ihrem Hobby nachzukommen.Uwe Brand, Daun Für unsere Region wäre die Beschneiungsanlage ein großes Plus! Dies kann man an dem Beispiel Mountainbike-Marathon fest machen, der die Region um vieles bekannter gemacht hat. Die Beschneiungsanlage wäre ein Gewinn für die Gastronomie und den Einzelhandel. Besonders wichtig: Auch Kinder der Region aus Familien, die sich keinen Ski-Urlaub leisten können, könnten so zu ihrem Ski-Spaß kommen!Anja Düx, Daun Die Schneekanone im Naturschutzgebiet passt wie die Faust aufs Auge. Der Bestandsschutz für den Lift ist das eine, aber eine derartige Ausweitung des Betriebs, wie es die Befürworter erhoffen, ist mit ernst gemeintem Naturschutz nicht vereinbar. Wer glaubt, die Zukunft der Eifel liegt im Wintersport, wird sicherlich leicht auch alternative Standorte finden. Öffentliche Gelder für die Investitionen und die Folgekosten sollte es dafür bei der gegenwärtigen Ebbe in den Kassen nicht geben. Apropos Folgekosten: Wie hoch sind die eigentlich, und wer bezahlt sie?Natürlich müssen wir uns Gedanken um neue Angebote für den Fremdenverkehr in der Eifel im Winterhalbjahr machen. Eine Eisbahn beispielsweise könnte übereinen viel längeren Zeitraum betrieben werden.Tim Steen, Gerolstein Wir, das Dorint Hotel & Resort Daun, befürworten das Projekt, die Skipiste am Dauner Mäuseberg mit einer Beschneiungsanlage auszustatten. Eine solche Anlage ist eine Bereicherung für die Region, für die Stadt Daun, Handel, Wirtschaft sowie für die Gastronomie und Hotellerie. Wir sehen darin die Möglichkeit, auch in der sonst schwach ausgelasteten Winterzeit den Gästen ein Rodel- und Skivergnügen zu bieten, um so zusätzliche Kaufkraft in die Region zu bringen. In der Vergangenheit mussten wir regelmäßig Anfragen zu Aufenthalten in Verbindung mit Wintersport in schneesichere Teile Deutschland verweisen. Dieses Gästepotenzial würde uns demzufolge nicht mehr verloren gehen, und es wäre mit einer höheren Belegung in den Wintermonaten zu rechnen, die zu einem Umsatz-plus für den Handel, die Gastronomie und auch die Stadt Daun führen würde.Jürgen Jablonowski, Daun Meine Familie freut sich auf die Beschneiungsanlage für der Mäuseberg in Daun. Wir hoffen sehr, dass dieses Projekt erfolgreich umgesetzt wird. In meinem in Daun ansässigen Unternehmen wird das Projekt auch sehr positiv von den 50 Mitarbeitern angenommen und diskutiert.Robert Weyrauch, Daun Angesichts leer stehender Industrie- und Gewerbegebiete, in die Millionen Investiert wurden (ohne sichtbaren Erfolg), ist eine Investition von 390 000 Euro in den Bereich Tourismus, Sport und Erholung nur lobens- und wünschenswert. Hier hat man jetzt die Chance, die Weichen für die Zukunft der Region in Richtung Ausbau des touristischen Stellenwerts zu stellen.Udo Nöllen, Daun Von Manderscheid aus ein klares Pro für die geplante Anlage!Helmut Neuhaus, Manderscheid 390 000 Euro sind viel Geld - selbst der von der Stadt geplante Zuschuss ist mehr, als in der aktuellen Haushaltslage vertretbar ist. Beim Fremdenverkehr müssen Prioritäten gesetzt werden. Eine Konzentration auf Mountainbike-Routen, Rad- und Wanderwege erscheint sinnvoller, als sich speziell auf ein weiteres Feld mit zweifelhaftem Erfolg zu konzentrieren. Grundlage für eine positive Entscheidung sollte ein Testbetrieb sein. Wie in Prüm vorgemacht, sollte man die Akzeptanz ein Jahr lang mit einer geliehenen Schneekanone ergründen. Zu klären ist auch die Finanzierung der Werbung: Sollen Touristen so in die Eifel gelockt werden, muss verstärkt geworben werden.Thomas Klassmann, Daun Liebe Leserinnen, lieber Leser: Unser Artikel zur geplanten Schneekanone am Mäuseberg hat eine überwältigende Resonanz bei Ihnen gefunden. Vielen Dank dafür! Deshalb können wir nicht alle Zuschriften heute veröffentlichen. Morgen werden wir die weiteren Stimmen abdrucken.

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