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Zukunft der Herbstschau liegt im Sommer

Zukunft der Herbstschau liegt im Sommer

HILLESHEIM. Kleiner und wieder einheimisch: Die diesjährige Absage der nach ihrer Wiederbelebung erst zwei Mal veranstalteten Gewerbeschau "Hillesheimer Herbst" bedeutet gleichzeitig ihr Aus. Dafür soll künftig eine kleinere Schau im Rahmen der "Hillesheimer Meile" ins Leben gerufen werden.

Hochtrabend waren die Pläne, groß die Hoffnung vor vier Jahren, als die Hillesheimer nach Jahren des Leerlaufs wieder eine Gewerbeschau auf die Beine gestellt hatten. Unter dem Titel "Hillesheimer Herbst" - wie die alle zwei Jahre geplante Gewerbeschau bezeichnet wurde - präsentierten sich 80 Aussteller. 2002 waren es noch 70.dann waren es nur noch fünf Hillesheimer. Und: Mit dem beauftragten Veranstalter, der beide Ausstellungen organisiert und dafür auch abkassiert hatte, gab es einigen Ärger."Geben unseren Namen nie wieder preis"

"Einerseits können wir eine derart große Veranstaltung nicht auf die Beine stellen, andererseits haben wir die Erfahrung gemacht, dass es mit einem externen Veranstalter problematisch ist", bringt es Gewerbevereinsvorsitzender Manfred Schmitz auf den Punkt. Die zentrale Frage, ob die Gewerbeschau wieder in den Schoß der Werbegemeinschaft kommen solle, hänge allein von der Bereitschaft der Mitgliedsbetriebe ab, sich zu beteiligen. Und da sich für dieses Jahr nur zehn dazu entschlossen hatten, sei die Veranstaltung fallen gelassen worden. Klar ist für den Gewerbeverein aber auch: "Wir werden auf keinen Fall mehr unseren Namen preisgeben für einen externen Veranstalter." Schmitz denkt daher über neue Möglichkeiten nach, wie sich das heimische Gewerbe präsentieren kann. Und zwar so, dass es für die Betriebe bezahlbar und für die Werbegemeinschaft organisierbar ist. Seine Idee: "Mir schwebt vor, im Rahmen der Hillesheimer Meile am 12. Juni 2005 auch für die Hillesheimer Geschäfte außerhalb des Zentrums ein Podium zu schaffen." So könne in einem Festzelt auf dem Augustiner-Platz oder dem Volksbank-Parkdeck eine Mini-Gewerbeschau veranstaltet werden. Schmitz: "Der Vorteil ist: Es ist auch okay, wenn sich nur wenige Anbieter präsentieren, da die Schau ja in das Gesamtprogramm eingebettet ist." Weitere Vorteile seien der überschaubare Aufwand, und dass die Aussteller mit vielen Besuchern rechnen könnten. "Die Hillesheimer Meile hat, obwohl sie erst einmal veranstaltet wurde, bereits einen guten Ruf", begründet Schmitz. Erste Gespräche seien geführt, die Reaktionen seinen positiv gewesen, meint der Gewerbechef und legt sich fest: "Wenn wir eine Handvoll Firmen zusammenbekommen, machen wir es. Vielleicht wird das ja der Anfang einer neuen Tradition."