Zukunft der Schulen weiter ungewiss

Zukunft der Schulen weiter ungewiss

Die Frage, ob die Grundschulen Wallenborn-Salm und Niederstadtfeld eigenständig bleiben oder zusammengeschlossen werden, bleibt weiter unbeantwortet. Der Schulträgerausschuss der VG Daun will sich in einer weiteren Sitzung mit dem Thema befassen.

Daun/Niederstadtfeld/Wallenborn. Daniela, Annika und Florian halten wenig davon, wenn sie statt in der Grundschule Wallenborn-Salm in Niederstadtfeld unterrichtet würden: "Das wäre eine große Umstellung von wenig Kinder auf viele Kinder." Yannik, der in Niederstadtfeld die Grundschule besucht, möchte nicht umziehen: "Mit 14 Kindern in der Klasse wie es jetzt ist, macht es viel mehr Spaß als mit ganz vielen." Jenny bevorzugt es auch, in Niederstadtfeld zu bleiben, denn "in die andere Schule müsste man länger fahren." Wäre das Schülervotum maßgeblich, stünde wohl fest: Beide Grundschulen sollen bestehen bleiben.

Ausgeschlossen ist das auch nicht, denn die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier hat der VG als Schulträgerin vorgeschlagen, dass Niederstadtfeld und Wallenborn organisatorisch unter einem Dach vereint werden, aber an beiden Standorten weiter unterrichtet wird. Auch andere Optionen sind denkbar, wie zum Beispiel die, dass alle Schüler an einem Standort zusammengefasst werden. Geht es nach Sandra Becker, stellvertretende Schulelternsprecherin in Niederstadtfeld, wäre die Lösung schnell gefunden: "Ich spreche im Namen der Eltern, und wir sind auf jeden Fall für einen Schulstandort, und der soll Niederstadtfeld heißen, weil er von den Örtlichkeiten her die bessere Alternative ist."

Wohin die Reise geht, muss letztlich der VG-Rat Daun im Frühjahr entscheiden. Um sich ein Bild zu machen von der Situation, hatten sich die Mitglieder des Schulträgerausschusses in dieser Woche zu einer Besichtigung der Schulen (zusätzlich auch der in Üdersdorf) aufgemacht. Da wurde fotografiert, notiert, genau hingeschaut, oft nachgefragt und anschließend lange beraten, aber eine Empfehlung für den VG-Rat hat der Ausschuss noch nicht abgegeben. "Die Ausschussmitglieder haben von der Besichtigung viele Eindrücke gewonnen. Einige sind ja erst seit kurzem in diesem Gremium, aber auch für solche, die schon länger dabei sein, war es sehr interessant, sich die Standorte so genau anschauen zu können. Die Besichtigung hat sich gelohnt", lautet das Fazit von Bürgermeister Werner Klöckner.

Eine Empfehlung, wie die künftige Grundschullandschaft im Einzugsbereich der Hauptschule Niederstadtfeld aussehen könnte, wurde aber nicht abgegeben. Klöckner: "Angesichts der Tragweite eines solchen Beschlusses wurde vereinbart, dass zunächst eine Kriterienliste erstellt wird. Damit können die Vor- und Nachteile der einzelnen Optionen abgewogen werden.."

Keine leichte Entscheidung: Das Schulgebäude in Wallenborn ist baulich gut in Schuss, es gibt aber keine Ausbaumöglichkeiten, der Schulhof ist klein. Anders in Niederstadtfeld, wo es keine Platzprobleme gäbe, aber das Schulgebäude saniert werden muss. Klöckner: "Es ist gut, dass sich der Ausschuss Zeit nimmt für eine Empfehlung. Denn vieles muss bedacht und auch Fragen beantwortet werden wie: Welcher Standort hat eine längerfristige Perspektive, und welche Auswirkungen hat eine Entscheidung für die betroffenen Dörfer?"

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