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Zukunft des Biomüll-Entsorgung im Kreis Vulkaneifel

Abfallwirtschaft in der Vulkaneifel : Bürgerbefragung ist vom Tisch, Biotonne kommt zurück

Überraschende Wendung: Die Bürger des Kreises Vulkaneifel werden nun doch nicht über die Wiedereinführung der Biotonne abstimmen. Das hat die Mehrheit des Kreistags nach mehrstündiger Diskussion entschieden. Stattdessen werden die Bürger vom Abfallzweckverband der Region Trier angeschrieben, ob sie – auf freiwilliger Basis – eine Biotonne wollen, für die sie dann aber auch zahlen müssen.

Nach monatelangen, teils sehr kontrovers geführten Diskussionen um den Biomüll im Kreis Vulkaneifel hat der Kreistag mit den Stimmen des Bündnisses aus Sansibar-Koalition aus CDU, Grünen und Freien Wähler beschlossen, dass alle Bürger zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein Zusatzangebot der Nutzung einer (freiwilligen) Biotonne im Holsystem bereitgestellt werden sollen.

Allerdings nicht gratis: Wer die Tonne nutzen will, zahlt. Wie soll das umgesetzt werden? Alle Haushalte sollen vom Abfallzweckverband angeschrieben werden, ob sie die tonne wollen oder nicht.

Liegen die Rückmeldungen vor, soll dem Kreistag eine entsprechende Gebührensatzung vorgelegt werden. Die von Kreisverwaltung sowie CDU, Grünen und Freien Wähler lange präferierten Bürgerbefragung ist hingegen vom Tisch.

SPD, UWG, FDP und Linke waren zuvor mit ihrem Antrag für eine schnellstmögliche die Wiedereinführung der Biotonne und Abschaffung der am 1. Januar eingeführten Container gescheitert.