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Zur Sicherheit: Forstamt lässt Kastanien fällen

Zur Sicherheit: Forstamt lässt Kastanien fällen

Das Forstamt Daun wird die Bäume der Kastanienallee, die im 19. Jahrhundert angelegt wurde, aus Sicherheitsgründen fällen lassen. "Der Entschluss, die landschaftsprägenden und kulturhistorischen Elemente in der freien Landschaft zu fällen, sei sehr schwergefallen", sagt der Leiter der technischen Produktion des Forstamtes, Josef Wagner.

Salm-Rom. "Alle Bäume sind von einem Fäulnispilz derart befallen, dass eine Gefahr für Leib und Leben der Benutzer der forsteigenen Alleenstraße ausgeht", sagt Josef Wagner vom Forstamt Daun zur Fällung der Kastanienallee. Nach der Räumung soll eine neue Allee mit Kirschbäumen angelegt werden, verspricht der Leiter der technischen Produktion.
Die Allee wurde vor mehr als einhundert Jahren vom damaligen Jagdpächter zur Verschönerung der Zuwegung zu dessen Park mit Jagdvilla angelegt. Villen- und Parkgelände befanden sich damals noch nicht im Eigentum der Königlich Preußischen Forstverwaltung. Diese kaufte das Areal nach dem I. Weltkrieg den Erben ab zur Arrondierung des Staatswaldes. Die besagte Villa war baufällig geworden und wurde abgerissen. An ihrer Stelle errichtete das Preußische Forstamt Daun ein Forstbetriebsgehöft für den Stelleninhaber des Forstwartbezirks Salm-Rom und "das Schulungslager für Deutsche Waldarbeit in Salm".
Patent Daun


Aus dieser Zeit resultieren viele durch die damaligen Lehr-Förster entwickelten und von der damaligen Schmiede Gehendges in Daun-Pützborn hergestellten forstwirtschaftlichen Handgeräte und Werkzeuge mit dem patentierten Namen "Dauner....".
Die bekanntesten und heute noch gebräuchlichen sind der Dauner Spalthammer, die Dauner Axt, der Dauner Kluppmessstock, die Dauner Freistellungssense und das Dauner Schäleisen. red