Zur zehnten Auflage von Tatort Eifel gibt es eine Premiere: Festivalweine aus der Region.

Kultur : Ein kriminell gutes Trio

Zur zehnten Auflage von Tatort Eifel gibt es eine Premiere: Im Moselort Mülheim hat eine prominent besetzte Jury drei Festivalweine gekürt. Den Anstoß dazu gab unter anderem ein Schauspieler, der den Titel Goldener Winzer trägt.

Diese Aufgabe war keine keine leichte: 22 Weine standen zur Auswahl, zwei von ihnen sollte die prominent besetzte Jury (siehe Info) am Ende zu den neuen Festival-Weinen der zehnten Auflage von Tatort Eifel (siehe Extra) küren. Dass es dann nach mehr als zwei Stunden Probe drei Weine wurden, daran hatte Schauspielerin Barbara Philipp großen Anteil. „Ich finde, das spiegelt die Mosel einfach besser wider“, sagte die Wittlicherin, die im Wiesbaden-Tatort die Rolle der Magda Wächter spielt, und dank der neben einem Rotwein ein trockener und ein feinherber Riesling das Rennen machten.

Wie Philipp gehörte Dietmar Bär, im Fernsehleben Kommissar Freddy Schenk im Kölner Tatort-Team, zu der Jury. Bär, der auch im Ausschuss von Tatort Eifel für den Filmpreis Roland sitzt, war maßgeblich daran beteiligt, dass es die Festival-Weine in diesem Jahr zum ersten Mal gibt. Der Träger des Ehrentitels Goldener Winzer, den die Bad Dürkheimer Karnevalsgesellschaft Derkemer Grawler dem Promi im Jahr 2018 verlieh, meint, dass ein solches Festival wie Tatort Eifel einen „anständigen Wein aus der Region“ brauche. Denn bei den Veranstaltungen des Festivals hätten die guten Weine aus der Region gefehlt.

„Da musste ich als deutscher Weinfreak sagen: Stopp mal, da müssen wir was machen. Deswegen war das mit dem Festival-Wein eine ganz wichtige Sache.“ Und gute Weine gibt es an der Mosel. Vielleicht auch deshalb hat Bär seinen Aufenthalt in der Region nach dem Jury-Termin am Dienstag verlängert, um noch „etwas herum zu cruisen und zu schauen, welcher Winzer seine Tür offen hat“.

Dass die Tatort-Eifel-Weine von der Mosel kommen und nicht von der Ahr, das liegt laut Vulkaneifelkreis-Landrat Heinz-Peter Thiel auch daran, dass man in seinem Kreis eng mit den Landkreisen Cochem-Zell und Bernkastel-Wittlich zusammenarbeite.

Zusammengearbeitet haben die Festivalmacher in puncto Festival-Wein auch mit dem Verein Moselwein. Wie dessen Geschäftsführer Ansgar Schmitz sagte, gehörten die 22 Weine, die zur Auswahl standen, bereits bei der Jahrgangsweinprobe zu den Besten der 600 angestellten Proben und haben sich so für die Auswahl zum Festival-Wein qualifiziert. Bei diesem Termin war auch Mosel-Weinkönigin Laura Gerhardt in der Jury. Sie war trotz der prominenten Mitglieder, die sie in Mülheim neben sich in der Jury hatte, nicht nervös. „Ich war nicht aufgeregt. Da war ich bei der Jahrgangsweinprobe schon etwas nervöser, denn da musste man fachlich schon sehr genau prüfen“, sagt sie.

Präsentieren das Sieger-Trio (von links): Günther Jauch, Laura Gerhardt und Dietmar Bär. Foto: dpa/Oliver Dietze

Und trotzdem haben es sich Gerhardt und ihre neun Kollegen nicht einfach gemacht, den richtigen Wein für das Festival in der Vulkaneifel zu finden. „Wir haben sehr intensiv probiert“, sagt Ansgar Schmitz. Das Votum sei am Ende aber einstimmig gewesen. Zumindest dann, als sich die Jury auf drei statt zwei Weine geeinigt hatte, die während des Krimifestivals im September offiziell als Festival-Weine ausgeschenkt werden: ein 2018er Kinheimer Rosenberg Riesling Kabinett trocken vom Weingut Kees-Kieren in Graach, ein 2018er Detzemer Maximiner Klosterlay Riesling Qualitätswein feinherb vom Weingut Michael Scholtes in Detzem und ein 2016er Günterslay Spätburgunder Rotwein trocken vom Weingut Lehnert-Veit in Piesport.

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