Zurück zur Natur im Trautzberger Maar

Strohn-Trautzberg · Das in den 1960er Jahren trockengelegte Trautzberger Maar wird wieder in ein Feuchtgebiet verwandelt. Ziel des von der Gemeinde Strohn und dem Natur- und Geopark Vulkaneifel gemeinsam getragenen Projekts ist es, dass sich wieder eine offene Wasserfläche bildet, wo sich Tiere und Pflanzen ansiedeln können.

Die Planungen sind fertig: Julia Franzen vom Natur- und Geopark Vulkaneifel und Hermann Hahn von der Firma Basten, die mit den Arbeiten beauftragt ist, am Trautzberger Maar. TV-Foto: Klaus Kimmling

Strohn-Trautzberg. Zu den Zielen, die sich der Natur- und Geopark Vulkaneifel gesteckt hat, gehört die Ausweitung von Feuchtgebieten. Vor diesem Hintergrund ist auch das Projekt zu sehen, mit dem in diesen Tagen gestartet worden ist. Das Trautzberger Maar bei Strohn wird wieder in ein Feuchtgebiet verwandelt. Die Arbeiten haben laut Kreisverwaltung begonnen.
Wasserfläche soll sich bilden


Um über mehr landwirtschaftliche Flächen verfügen zu können, wurde das Trautzberger Maar im Rahmen der Flurbereinigung zu Anfang der 1960er Jahre trockengelegt. Das wird nun wieder rückgängig gemacht und Tiere und Pflanzen können das Gelände zurückerobern. Ziel des Vorhabens ist es, dass sich am Trautzberger Maar langfristig wieder eine offene Wasserfläche bildet. Der Aufwand, der betrieben werden muss, ist nicht allzu groß: Die Drainage wird gekappt, ein kleiner Damm angelegt und der angrenzende Wirtschaftsweg gesichert. Viele Jahre wurde darüber diskutiert, das Maar wieder zu einem Feuchtgebiet zu machen, nun setzen die Gemeinde Strohn und der Natur- und Geopark das Vorhaben gemeinsam um. Nach der Klärung der Eigentumsverhältnisse hat der Natur- und Geopark die Planung der Maßnahme in Gang gesetzt und die Finanzierung durch das Land gesichert. Das Maar ist Bestandteil des Naturschutzgebiets (NSG) Wartgesberg. Es wurde 2011 im Zusammenhang mit der Renaturierungsmaßnahme an der Lavagrube Strohn als NSG ausgewiesen. Mit einer Größe von 185 Hektar zählt es zu den größten Naturschutzgebieten im Landkreis Vulkaneifel.
Extra

Den Natur- und GeoparkVulkaneifel gibt es seit 2010. Sein Gebiet umfasst sieben Verbandsgemeinden in den drei Kreisen Vulkaneifel, Wittlich-Land und Cochem-Zell. Trägerin ist die Natur- und Geopark GmbH. Die fünf Verbandsgemeinden aus dem Vulkaneifelkreis, die Projektentwicklungsgesellschaft Ulmen, der Landkreis Vulkaneifel und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel gehören zu den Gesellschaftern. Finanziert wird der Park von den Verbands- und Ortsgemeinden, dem Land, der Europäischen Union sowie weiteren Geldgebern, die konkrete Projekte fördern. sts