AUS DEM ARCHIV, Oktober 2019: Zusage aus Mainz: Projekt Gemeindeschwester plus künftig auch im Kreis Vulkaneifel

AUS DEM ARCHIV, Oktober 2019 : Zusage aus Mainz: Projekt Gemeindeschwester plus künftig auch im Kreis Vulkaneifel

Mit Projekt des Landes soll erreicht werden, dass betagte Menschen so lange wie möglich in ihrem Zuhause leben können.

(red) Die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) hat verkündet, dass es demnächst auch im Landkreis Vulkaneifel eine sogenannte Gemeindeschwester plus geben wird. Das Landesprojekt richtet sich an ältere Menschen, die zuhause leben und nicht pflegebedürftig sind, die aber dennoch Unterstützung und Beratung wünschen. Die Schwestern beraten hochbetagte Menschen mit dem Ziel, dass diese ihre Selbständigkeit möglichst lange erhalten können, sie geben Hinweise auf soziale Leistungen und Unterstützungsmöglichkeiten und helfen dabei, Netzwerke zu knüpfen – beispielsweise durch die Vermittlung von Veranstaltungen oder Seniorentreffen.

„Mit ihrem präventiven Ansatz helfen die Gemeindeschwestern dabei, Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich zu vermeiden und alten Menschen weiterhin ein Leben in ihren eigenen vier Wänden zu ermöglichen“, sagt die SPD-Landtagsabgeordnete Astrid Schmitt aus Kirchweiler. Die Gemeindeschwestern plus gibt es in Rheinland-Pfalz seit 2015, finanziert zunächst zu 100 Prozent vom Land, seit diesem Jahr auch mit finanzieller Unterstützung der Krankenkassen. Im Sommer dieses Jahres startete das Sozialministerium ein Auswahlverfahren für neue Gemeindeschwestern unter allen interessierten Kommunen, das nun mit der Entscheidung der Lenkungsgruppe abgeschlossen wurde.

Bislang gab es 19 Gemeindeschwestern plus in Rheinland-Pfalz, mit der aktuellen Entscheidung kommen Angebote in zwölf weiteren Kommunen hinzu. Neben dem Kreis Vulkaneifel sind das unter anderem der Kreis Ahrweiler, der Kreis Cochem-Zell, die Gemeinde Morbach sowie Mainz. Schon seit 2015 ist der Eifelkreis Bitburg-Prüm als Modellkommune beim Projekt Gemeindeschwester plus dabei. Für die Vulkaneifel ist das „eine  hervorragende Nachricht“, betont Astrid Schmitt. „Die Senioren werden von diesem Beratungsangebot direkt profitieren und erhalten eine wirkungsvolle Unterstützung dabei, ihr gewohntes Leben im vertrauten Umfeld auch zukünftig weiterführen zu können. Und auch die Kommune profitiert von der Netzwerkarbeit der Gemeindeschwestern.“

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