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Zwei Kandidaten gibt’s nur in Kirchweiler

Kommunalpolitik : Zwei Kandidaten gibt’s nur in Kirchweiler

Ein Überblick über die die Ortsbürgermeister-Direktwahlen in der Verbandsgemeinde Daun: Wer hört auf? Wer will weitermachen? Wer tritt neu an?

Es war eigentlich schon alles vorbereitet für den Abschied: Hermann Lenarz bedankte sich übers Amtsblatt im Frühjahr 2014 nach 30 Jahren als Ortsbürgermeister von Nerdlen – und machte dann doch weiter. Aber nach nun 35 Jahren ist doch Schluss für den Dauer-Bürgermeister.

Einer, der diese Marke mit einer weiteren Amtszeit erreichen könnte, ist der Steininger Ortsbürgermeister Reinhold Schäfer. Der 68-Jährige ist seit 1989 im Amt und würde, „wenn die Bevölkerung das wünscht“, noch eine Wahlperiode weitermachen. Er setzt sich aber nicht unter Druck, stellt sich nicht zur Urwahl: „Ich warte mal den Wahlausgang ab.“

Es wird nach der Kommunalwahl in der Riege der Ortsbürgermeister in der Verbandsgemeinde (VG) Daun einige Veränderungen geben. So wird in Üdersdorf Ortsbürgermeister Günter Altmeier  nicht mehr für eine neue Legislaturperiode kandidieren.

An der Spitze des Dorfs steht er zwar „erst“ seit 2014, blickt aber insgesamt auf 35 Jahre aktiv in der Kommunalpolitik zurück. Hinzu kommen 25 Jahre Vorstandsarbeit im Sportverein, im Pfarrgemeinderat und Handwerkerverein. „Ich finde, man sollte den richten Zeitpunkt erkennen, bevor die Bürger einem Altersstarrsinn unterstellen. Ich bin mir mit meiner Frau, Kindern und Enkelkindern einig, dass ich mein ehrenamtliches Engagement zurückfahren sollte“, sagt Altmeier. Seine Nachfolge will Markus Schmitz antreten, der sich am 26. Mai zur Urwahl in der 1100-Einwohner-Gemeinde stellt.

In den beiden größten Orten in der VG ist Kontinuität zu erwarten: Sowohl Karl-Heinz Schlifter in Gillenfeld (rund 1500 Einwohner) als auch Erwin Umbach in Mehren (ebenfalls rund 1500 Einwohner) wollen weitermachen.

Bei der Urwahl Ende Mai haben sie – anders als vor fünf Jahren, als sie erstmals als Ortsbürgermeister gewählt wurden – diesmal keine Mitbewerber.

Ein „Dauerbrenner“ als Ortsbürgermeister ist Alfred Gundert. Er ist seit 1994 Ortsbürgermeister von Gefell. Und seines Amts nicht überdrüssig: „Ich strebe die sechste Amtszeit an und stelle mich zur Urwahl“, sagt der 63-Jährige.

Das tun auch Günter Horten in Niederstadtfeld (56 Jahre alt, seit 2009 im Amt) und Hubert Molitor in Oberstadtfeld (seit 2014 im Amt). Eine weitere Amtszeit erstreben ebenfalls Jörg Prescher in Winkel (seit 2004 im Amt), Günter Mehles in Wallenborn (64 Jahre alt, seit 2014 im Amt), Alfred Borsch in Udler (59 Jahre alt, seit 1999 Ortsbürgermeister) und Erhard Annen in Utzerath.

Der 58-Jährige sagt: „Vor mittlerweile 15 Jahren gewählt, bekleide ich das nicht immer ganz einfache Amt nach wie vor noch sehr gerne. Dies ist der durchweg erfahrenen Zustimmung, berechtigter Kritik mit oft hilfreichen Einwänden und der tollen Unterstützung insgesamt geschuldet. In Utzerath, finde ich, ist das Leben absolut in Ordnung, jeder kann sich wohlfühlen und – wenn man möchte – einfach integrieren. Wir arbeiten gemeinsam daran, dass es noch lange so bleibt. Ich hoffe bei dieser Direktkandidatur die nochmalige Bestätigung zu erfahren und wünsche mir, das sich während der nächsten Wahlperiode eine Nachfolge auftut.“

Zur Urwahl stellen sich auch Otmar Eckstein (61 Jahre alt, seit zwölf Jahren Ortsbürgermeister) in Deudesfeld und Martin Knüvener (59 Jahre alt, seit 2014 Ortsbürgermeister) in Schönbach. Ein Wechsel an der Dorfspitze steht den Bürgern in Dreis-Brück und Dockweiler bevor. Michael Jax ist seit zehn Jahren Bürgermeister der Doppelgemeinde. Er findet, dass nach einem solchen Zeitraum „ein Wechsel erfolgen sollte, um neue Impulse zu geben und neue Ideen zu entwickeln.“

Um seine Nachfolge bewirbt sich Edith Löhr-Hoffmann, sie tritt zur Urwahl an. Das tut auch Ralf Schüller, der in Dockweiler Ortsbürgermeister werden will. Dort hört Bruno von Landenberg nach 15 Jahren an der Ortsspitze auf.

Zwei, die erst im Verlauf der zu Ende gehenden Wahlperiode vom Gemeinderat als Ortsbürgermeister gewählt wurden, stellen sich am 26. Mai dem Bürgervotum: Heinz Martin in Strohn und Peter Hartogh in Schalkenmehren, beide ohne Gegenkandidaten.

„In der Hoffnung, bei Gesundheit und geistiger Frische zu bleiben, freue ich mich (Jahrgang 1948) auf die nächsten fünf Jahre und hoffe, begonnene Projekte gemeinsam mit dem neuen Rat zu verwirklichen. Mein Ziel:  Schalkenmehren zu einem Wohlfühlort für Einwohner und Gäste zu optimieren. Ein sanfter Tourismus muss in Einklang mit den Wünschen der Bevölkerung stehen. Dies ist bei den hohen Übernachtungszahlen und einem steigenden Tagesgästeaufkommen manchmal eine Herausforderung“, sagt Hartogh.

38 Orte umfasst die VG Daun, aber eine Bürgermeisterwahl mit mehreren Kandidaten gibt es nur in einer Gemeinde: in Kirchweiler.  Amtsinhaber Reiner Roos wird nach einer Wahlperiode als Bürgermeister des 380-Einwohner-Orts nicht mehr weitermachen.

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Logo Kommunalwahl 2019 Foto: TV/Lambrecht, Jana

Um seine Nachfolge konkurrieren der 1. Beigeordnete Rainer Berlingen und der 2. Beigeordnete Jörg Kaiser.