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Zwei Mann, ein Sound: „Hofjebräu“

Ihr erster Auftritt wird in Kelberg sein : Zwei Mann, ein Sound: „Hofjebräu“

Axel Meyer und sein Freund Michael Neumann treten als Musiker-Duo „Hofjebräu“ am 31. Juli erstmals öffentlich auf. Der Erlös fließt in die Flutopferhilfe.

Fast schon hatten sie es wieder sein lassen wollen, das Gastspiel in dem Dorf, in dem Axel Meyer aufgewachsen ist. Und zwar in der gleichen Straße wie Dirk Dobias, der die ehemalige „Reichspost“ in Kelberg wiederbelebt hat und dort das Restaurant mit Biergarten „Zum Dubbes“ führt. Denn als der Termin für den Auftritt  längst vereinbart war, ereignete sich unweit von Kelberg und noch näher an Gelsdorf in der Grafschaft im Landkreis Ahrweiler, der heutigen Heimatgemeinde von Axel Meyer, die schlimmste Flutkatastrophe seit Menschengedenken. „Doch wir haben uns entschieden, an der Veranstaltung festzuhalten und den Erlös den Flutopfern zu spenden“, erklärt Dirk Dobias.

 Axel Meyer (55) ist Betriebswirt und arbeitet in der IT-Abteilung der Universitätsklinik Bonn. Einer seiner Kollegen ist Michael Neumann (44). Und nicht nur das. Die Meyers und die Neumanns sind auch zwei der acht Familien, die auf einem alten Gutshof in Gelsdorf eine Wohngemeinschaft bilden. Mehr noch – die beiden Männer sind auch Hobbymusiker.

Sie probten und musizierten zunächst rein privat. Zum Beispiel nach dem Job – „paar Stunden Musik, dann ist der Kopf wieder frei, und alles ist wieder gut“, sagt Meyer. Nach und nach entwickelten die beiden eine eigene Richtung mit deutscher Musik nach Art von Marius Müller Westernhagen oder BAP. „Wir drehen um und verhackstücken, wir bringen Hochdeutsch und Kölsche Mundart zusammen“, beschreibt Meyer die Idee. Vor drei Jahren gaben sie sich  den Namen „Hofjebräu“. Und texten und singen seither Lieder mit Appellen wie jüngst: „Geht wieder an die frische Luft, geht in die Kneipen und Restaurants, unterstützt die lokalen Gastwirte!“  Während Meyer und Neumann mit ihren Gitarren, dem Bass Cajon, Percussion und Mundharmonika bisher Youtube-Konzerte gaben und an Geburtstagen und bei anderen privaten Events spielten, ist der Auftritt beim „Dubbes“ ihr erstes richtiges Live-Konzert.

„Wir freuen uns wahnsinnig auf Kelberg“, sagen die beiden. „Haben aber gleichzeitig einen Riesenrespekt. Denn es wird wohl ein größeres Ding, als wir dachten“, meint Meyer mit Blick darauf, dass sie zunächst davon ausgingen, „in einer Ecke zu sitzen und ein bisschen auf den Gitarren zu klimpern.“ Doch die Konzertbühne wird im idyllischen Ambiente des Biergartens vom „Dubbes“ sein, und das Motto wird lauten: „Zwei Mann, ein Sound wie eine komplette Band.“

Das Gastspiel des „Hofjebräu“ mit Axel Meyer und Michael Neumann unter dem Titel „Never ending Tour Live“ ist am Samstag, 31. Juli, um 20 Uhr im Biergarten „Zum Dubbes“ in Kelberg statt. Mit dabei sind auch die  „Alphornrebellen“ aus der Struth. Anmeldung ist nicht erforderlich, Platzreservierungen sind nicht möglich. Der Erlös kommt den Opfern der Flutkatastrophe zugute.