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Zwei Mannebacher mit Benzin im Blut

Zwei Mannebacher mit Benzin im Blut

Der eine hat mit der Clubmeisterschaft ein wichtiges persönliches Zwischenziel erreicht, der andere ist 2013 erstmals "richtig durchgestartet": Marcel Müller (20) und Lars Bauer (13) gehören zu den erfolgreichen Nachwuchspiloten des Motorsportclubs (MSC) Adenau.

Mannebach. Privat ist Marcel Müller inzwischen von dem "braven" Ford Fiesta seiner Mutter auf einen sportlichen BMW umgestiegen. Nun wechselt er auch als Motorsportler: von Suzuki Swift auf Opel Corsa. Und er hakt weiterhin ab: den Clubmeistertitel beim MSC Adenau, für den der 20 Jahre alte frisch gebackene Automobilkaufmann und derzeitige Fachoberschüler hart gearbeitet hat. In neun Läufen war er ein Mal Sieger, stand mehrmals auf dem Treppchen und war immer unter den Top Ten. Die Entscheidung fiel beim letzten Lauf - "ausgerechnet im Wettkampf mit meinem besten Freund Niklas Zimmermann", erzählt Marcel Müller.
Nun ist er MSC-Jahresbester im Automobilslalom, er steht auf dem neunten Platz bei der Indoor Kart Junioren Meisterschaft und jeweils auf dem fünften im lizenzfreien Kartrennsport und bei den Gleichmäßigkeitsprüfungen (GLP). Etwa 60 Pokale sind die glänzenden Zeugen seiner bisherigen Erfolge. Auf seinem Plan für 2014 steht: "Rundstrecken Challenge Nürburgring" (RCN). "Da sind vor allem die Sprintrunden wichtig", erklärt Marcel Müller. An fünf oder sechs von acht Läufen wolle er dabei sein und mindestens zwei Mal auf dem Podest stehen, gibt er als Messlatte an.
Doch seit Marcel Müller 2006 die ersten Meisterschaftsläufe im Kart-Juniorclub Nürburgring absolvierte und spätestens seit er 2011 beim Walkenbach-Autoslalom-Cup als bester Neueinsteiger ("Rookie") ausgezeichnet wurde, steht er unter "schärfster" Beobachtung seines Nachbarjungen Lars Bauer.
Der heute 13-Jährige spielt Schlagzeug, und er schraubt seit Jahren an einem Moped Marke NSU Quickly, Baujahr 1952, herum - ist also "vom Fach". Er war zunächst Zuschauer, wenn Marcel Müller seine Rennfahrerrunden drehte, dann steuerte er selbst ein Kart. "Seit 2012 geht es bergauf", erzählt Lars. 2013 sei er bei der Jugend Kart Trophy richtig durchgestartet, sagt er mit Blick auf seine aktuelle Platzierung: Neunter von 22.
Im Kartslalom wurde er Achter, im Indoor Kart steht er auf Platz 14. "Da ist also noch Luft nach oben", meint er und lacht. Und was empfiehlt Marcel Müller seinem Nachbarn und Nacheiferer? "Bleib dran und steuere den Walkenbach-Autoslalom-Cup an" und "Behalt die Nerven und verhalt Dich fair." bb