Zwei Millionen Euro werden im Grafenwald investiert

Tourismus : Hoteldirektor: „Wir investieren zwei Millionen Euro“

Das Sporthotel & Ressort Grafenwald in Daun wird grundlegend renoviert. 80 000 Gäste haben 2018 dort übernachtet.

Hoch oben über dem Dauner Stadtteil Gemünden erfüllt sich für viele Eifelgäste der Traum vom naturnahen Urlaub. Im Sporthotel & Ressort Grafenwald stehen 580 Betten in Hotel- und Appartementzimmern sowie 72 Ferienhäuser für die Gäste bereit. Rund 85 000 Quadratmeter groß ist die Anlage. Vor 42 Jahren wurde der Ferienpark gebaut (siehe Info) und ist heute ein wichtiger touristischer Gastgeber der Region. „2018 hatten wir rund 80 000 Gäste. Davon profitiert die Stadt Daun enorm – von den Tankstellen über die Restaurants bis hin zu den Einzelhandelsgeschäften“, sagt Hoteldirektor Jürgen Jablonowski (54), der die Ferienanlage seit 2013 leitet.

Ein entscheidendes Jahr war 2013. „Seit wir uns damals von Dorint getrennt haben, gehen die Gästezahlen wieder deutlich nach oben, die Belegung stieg von knapp 50 auf heute 65 Prozent, die Gästezufriedenheit liegt aktuell bei 86 Prozent“, sagt der Hoteldirektor. Es sei also die richtige Entscheidung gewesen, das Hotel eigenständig weiterzuführen und Geld in die Hand zu nehmen.

In diesem Jahr wird im Grafenwald erneut massiv investiert. Seit anderthalb Jahren läuft die Planung dafür, bis Ostern soll alles umgesetzt sein. „Wir renovieren an jeder Ecke und Kante und investieren dabei rund zwei Millionen Euro“, sagt Jablonowski. Die rund 160 Eigentümer hätten über eine Sonderumlage die Finanzierung der kompletten Maßnahme beschlossen. So bekommen die 72 Ferienhäuser neue Fenster, 33 Zimmer des Hotels im Studiohaus werden generalsaniert und alle Bäder im Studiohaus bekommen eine „Soft-Renovierung“.

Bis Ende Februar sollen die drei Etagen im Studiohaus fertiggestellt sein, nach Karneval beginnen die Arbeiten am Dachgeschoss des Studiohauses, am angrenzenden Appartmenthaus wird ab März das Dach erneuert. „In den Zimmern des Appartmenthauses ist noch alles in Ordnung, aber im nächsten Schritt werden wir auch hier eine Renovierung ins Auge fassen“, sagt Jablonowski und betont vor allem: „Ausschließlich Firmen vor Ort haben die Aufträge für die Renovierung erhalten.“

Trotz der Arbeiten sei der Januar „ein hervorragender Monat“ gewesen. Die Gäste hätten die Beeinträchtigung ertragen, „auch weil wir offen damit umgegangen sind“, sagt der Direktor. Viele der Gäste kommen aus Nordrhein-Westfalen (vor allem aus dem Raum Köln und Düsseldorf), aus Belgien, Holland, Luxemburg und der Region Trier. Jablonowski strebt trotz der Renovierungsarbeiten für 2019 eine Belegung von 67 Prozent an. „Und wenn erst einmal der Hochmoselübergang eröffnet ist, rechnen wir  mit einer weiteren Belebung und Gästen auch aus dem Frankfurter Raum“, sagt der Hoteldirektor.