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Zweite Etappe beginnt erst 2018 - Umbau der Kyll vorm Bahnhof später als geplant in Anriff genommen

Zweite Etappe beginnt erst 2018 - Umbau der Kyll vorm Bahnhof später als geplant in Anriff genommen

Der zweite Abschnitt des Kyllumbaus - vor dem Bahnhof - wird nicht wie geplant 2017 realisiert, sondern höchstwahrscheinlich erst 2018. Der Grund sind Umplanungen, die die Wasserschuzbehörde verlangt, und eine damit verbundene Zeitverzögerung.

Gerolstein. Die gute Nachricht zuerst: Nach der Kostensteigerung von zunächst deutlich unter einer Million auf 1,25 Millionen Euro beim ersten Bauabschnitt, wird der Umbau der Kyll auf der zweiten Etappe - von der Hochbrücke bis zur Post - deutlich günstiger als geplant.

Die Kosten sinken von veranschlagten 940 000 Euro um fast 400 000 auf gut 540 000 Euro. Und da das Projekt mit 90 Prozent vom Land gefördert wird, sinkt dementsprechend der Stadtanteil von 94 000 auf 54 000 Euro.Uferweg nicht genehmigt


Günstiger wird das Vorhaben, weil die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, die die wasserrechtliche Genehmigung erteilt, auf Umplanungen drängt.
Carsten Schneider, Bauamtsleiter in der Gerolsteiner Verwaltung, berichtet: "Der geplante Weg entlang des Ufers auf der Bahnhofsseite wird nicht gebaut, da er einen massiven Eingriff in einen intakten Uferstreifen bedeuten würde. Dafür erteilt die SGD keine Genehmigung." Hinzu kommt, dass im Bereich zwischen Postbrücke und Postgebäude nur eine oder zwei Reihen mit Sitzblockstufen gebaut werden anstatt der ursprünglich geplanten drei Reihen. Auch hier gilt: Der unmittelbare Uferbereich muss unangetastet bleiben.

Der Fußweg war mit knapp 150 000 Euro veranschlagt, die für dessen Sicherung notwendige Spundwand mit weiteren 180 000 Euro, eine Reihe Sitzblockstufen kostet weitere 60 000 Euro. Hinzu kommen die dafür wegfallenden Honorarkosten des Planers.Baustart für 2018 geplant

So oder so ähnlich soll der Uferbereich der Kyll vor dem Bahnhof und vor dem Bahnhofsvorplatz in Gerolstein umgestaltet werden – jedoch erst 2018. Grafik: Ingenieurbüro Reihsner Foto: (e_gero )


So richtig froh ist Schneider über die abgespeckte Planung nicht. Er sagt: "Einerseits werden wir uns nun auf jeden Fall im vorgegebenen Kostenrahmen bewegen, andererseits wird nun auch viel weniger bewegt."
Ähnlich äußert sich der FWG-Fraktionsvorsitzende im Gerolsteiner Stadtrat, Heinz Weber: "Das Projekt ist von herausragender Bedeutung für Gerolstein, und es wird immens hoch bezuschusst. Je mehr also investiert wird, desto besser. Je weniger, desto schlechter."
Durch die Umplanung ergibt sich auch eine zeitliche Verzögerung. Schneider sagt: "Wir werden das nun abgeänderte Vorhaben zur Förderung anmelden und müssen dann den Förderbescheid aus Mainz abwarten, denn vorher können wir nicht ausschreiben."

Die Ausschreibung wird dann im nächsten Jahr ebenso wie die Auftragsvergabe erfolgen. "Ich rechne daher mit einem Baustart in 2018", sagt Schneider. Ursprünglich war geplant, das Vorhaben im nächsten Jahr fortzusetzen. Aber dann muss ja auch noch der erste Bauabschnitt vor dem Rathaus fertiggestellt werden, bei dem es vor allem wegen des Hochwassers im Frühsommer zu erheblichen Verzögerungen kam (der TV berichtete).