Zweiter tödlicher Unfall in zwei Tagen

Strotzbüsch/Bodenbach · Das Jahr 2014 ist gerade einmal einen Monat alt, es sind bei Verkehrsunfällen im Kreis aber bereits zwei Menschen gestorben - so viel wie 2011 und 2012 jeweils im gesamten Jahr. Einen grundsätzlichen Negativtrend liest die Polizei davon aber nicht ab.

Strotzbüsch/Bodenbach. Nach dem tödlichen Verkehrsunfall am Sonntag zwischen Bongard und Bodenbach, als ein 83-Jähriger aus der Verbandsgemeinde Daun auf einer glatten Straße von der Fahrbahn abkam, sich mit seinem Auto überschlug und tödliche Verletzungen erlitt, kam es am Montagmorgen erneut zu einem Autounfall im Kreis, bei dem der Fahrer verstarb: Der 27-Jährige war kurz vor 4 Uhr auf der L 52 in der Nähe von Strotzbüsch (Kreis Vulkaneifel) und Oberscheidweiler (Kreis Bernkastel-Wittlich) unterwegs. Wie die Polizei Daun mitteilte, war das Auto auf abschüssiger Strecke etwa 300 Meter vor der Abzweigung zur Oberscheidweiler Mühle nach rechts von der Landstraße abgekommen.
Der Wagen krachte mit der linken Fahrzeugfront frontal gegen einen Baum, wurde eine Böschung hinuntergeschleudert und blieb auf dem Dach liegen. Feuerwehrleute schnitten den Fahrer aus dem Wrack, der 27-Jährige erlag aber noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Der Fahrer eines Streudienstes hatte die Rettungskräfte alarmiert. Die Unfallursache ist noch unklar. Die Landesstraße war mehrere Stunden gesperrt. mhExtra

2014 sind im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion (PI) Daun bereits zwei Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben. Das sind so viele wie jeweils im gesamten Jahr 2011 und 2012 (die Daten für 2013 liegen noch nicht vor). Dennoch leitet der stellvertretende PI-Leiter Peter Teusch daraus keinen Negativtrend ab. "So traurig die beiden Vorfälle auch sind: Grundsätzlich ist es so, dass die Zahl der Verkehrstoten seit Jahren zurückgeht. Noch vor wenigen Jahren lag sie stets im zweistelligen Bereich." Der Rückgang habe mit mehr Aufklärung, der Verbesserung von Straßenverläufen, Maßnahmen wie dem betreuten Fahren (Führerschein mit 17), mehr Kontrollen an Gefahrenpunkten und der besseren Sicherheitsausstattung der Fahrzeuge zu tun. mh