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Zweiter Zaun für Fliegerhorst Büchel

Militär : Zweiter Zaun als Zwischenlösung für Fliegerhorst Büchel

Der Fliegerhorst der Bundeswehr wird durch eine zweite Barriere abgeschirmt. Das soll künftig ein Eindringen verhindern.

Silbrig glänzt der Zaun in der Sonne – rund um den Fliegerhorst Büchel (Kreis Cochem-Zell) hat sich in punkto Sicherheit etwas bewegt. Ein zusätzlicher, drei Meter hoher Metallbauzaun umfasst jetzt das Bundeswehr-Areal, in dem US-Atomwaffen vermutet werden. Die Doppellösung ist jedoch nicht von Dauer: Der neue Zaun ist „nur eine Interimslösung“, wie ein Sprecher eines Bundesamtes sagt.

Immerhin: Der militärische Sicherheitsbereich scheint durch den zweiten Zaun, der sich vor dem teils maroden Maschendrahtzaun aufbaut, besser geschützt zu sein. Im Sommer des vergangenen Jahres war es Friedensaktivisten mehrmals gelungen, in den Fliegerhorst einzudringen, indem sie die Maschen kurzerhand auftrennten. „Es ist überfällig, dass ein Militärflughafen von dieser Bedeutung ausreichend geschützt wird“, sagt Peter Bleser, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Brachtendorf. Der 66-Jährige hatte sich mehrfach im Verteidigungsministerium für einen komplett neuen Zaun starkgemacht, zuletzt beim Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs im Verteidigungsministerium, Peter Tauber, in Büchel. „Die Einbrüche dieser Aktivisten sind unvorstellbar, es ist höchste Zeit, dass effektive Sicherungsmaßnahmen greifen“, betont Bleser. Die große Lösung ist allerdings noch nicht ganz greifbar.

Auf einem etwa drei Meter breiten Streifen außerhalb des bestehenden Außenzauns ist die Interimslösung entstanden, die eine geraume Zeit lang Bestand haben soll. „Dieser ,Interimszaun‘ wird gemeinsam mit dem Einsatz von Sensoren zu höherer Sicherheit bis zur Fertigstellung des neuen Außenzauns mit befestigtem Postenweg sorgen“, sagt ein Sprecher des zuständigen Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw).

Seit Oktober läuft der Vergabeprozess für den Hauptzaun – auf europäischer Ebene. Der Sprecher des Bundesamtes strahlt Optimismus mit Blick auf den Baubeginn aus. „Abhängig von den vorherrschenden Witterungsverhältnissen wird der Baubeginn für März 2019 erwartet. Geplante Kosten für das Projekt „Außenzaun/befestigter Postweg“: rund zwölf Millionen Euro.

Stimmen aus der Bundeswehr behaupten jedoch: So schnell ist die Chose nicht umsetzbar. Man müsse durchaus mit ein paar Jahren rechnen.