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Warnung vor Schneefall und Sturmböen

Warnung vor Schneefall und Sturmböen

Der Deutsche Wetterdienst rechnet im Landkreis Bernkastel-Wittlich auf Höhen über 600 Meter mit Schneefall. Es könnten in sechs Stunden bis zu 10 Zentimeter werden. Hinzu käme die Gefahr von Schneeverwehungen und Straßenglätte.

(sos/fpl) Die Vorhersagezentrale in Offenburg geht zudem gegen 11.30 Uhr davon aus, dass die Schneefallgrenze weiter sinken wird. Außerdem wird vor Sturmböen gewarnt. Unter 400 Meter könnten sie Geschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometer erreichen. Über 400 Meter könnten die Sturmböen Geschwindigkeiten von bis zu 85 Stundenkilometern erreichen, in Gipfellagen seien auch schwere Sturmböen möglich.

Die Straßenmeisterei Manderscheid ist auf Einsätze am heutigen Freitag vorbereitet. "Acht Fahrzeuge sind gerüstet, davon drei eigene und fünf Mietfahrzeuge", sagt Manfred Silwanus, der den Wetterbericht beobachtet. Im Beritt der Straßenmeisterei Manderscheid rechnet Jürgen Silwanus im Bereich Bettenfeld/Schwarzenborn mit Höhen bis knapp 500 Meter mit dem ersten Schnee. Genügend Salz habe man gebunkert: 800 Tonnen liegen in Manderscheid, 700 Tonnen in Binsfeld und 600 Tonnen in Kinderbeuern.

1000 Tonnen Salz in Wittlich und 600 Tonnen in Dörbach hat die Straßenmeisterei Wittlich gelagert. Auch sie hat am Freitag früh alle sieben Fahrzeuge einsatzbereit zur Verfügung: beladen mit Salz und mit Schneepflug versehen. "Das ist Routine", sagt Kolonnenführer Jürgen Schleidweiler, der sich mit 14 Mann bereit hält, sich um rund 300 Straßenkilometer zu kümmern. Er schätzt, dass es gegen 18 bis 19 Uhr erstmals kritisch wird. Besonders sei der angekündigte abrupte Übergang von plus zehn Grad bis hinunter zu minus fünf Grad. "Das Gefährliche am Temperatursturz ist dann der Regen", sagt der Fachmann von der Straßenmeisterei Wittlich und verweist darauf, dass die Straßenverhältnisse auch seine Mannschaft in Schwierigkeiten bringen könnten.

Kreisfeuerwehrinspektor Willi Herres sagt: "Für die Feuerwehren kommt sowas ja nicht zum ersten Mal, das ist für uns ganz normales Geschäft. Und wie es heute wird, weiß ich nicht. Da wäre ich ja Hellseher." Er macht nochmals deutlich, dass die Feuerwehr nur zum Einsatz käme, wenn Gefahr im Verzug sein sollte: "Etwa wenn in einem Waldstück ein Fahrer durch einen umgestürzten Baum eingeklemt ist, ein Baum auf ein Haus fällt oder bei einer Karambolage wegen Glatteis. Ist eine Straße durch Schneebruch unpassierbar, wird sie gesperrt. Da kümmern sich Straßenmeistereien und Forst. Da wüden wir unsere Wehrleute nicht reinschicken, um sie freizuschneiden."

Zwei Tonnen Streugut: die Autobahnmeisterei Prüm, zuständig für den etwa 70 Kilometer langen A60-Abschnitt zwischen Grenze zu Belgien und Kreuz Wittlich, hat ihre Depots in Prüm und Bitburg gefüllt – und ist gerüstet für den angekündigten Wintereinbruch. „Ich gucke gerade aus dem Fenster und sehe die ersten Flocken fallen“, sagt Meisterei-Chef Herbert Klar um 12.50 Uhr. „Im Laufe des Nachmittags fahren wir los.“

„Alle Fahrzeuge sind aufgerüstet“, bestätigt auch Karl-Heinz Rach, Leiter der Straßenmeistereien Prüm, Gerolstein und Arzfeld. Insgesamt 24 Wagen stehen bereit – und die Besatzungen: „Die Leute befinden sich jetzt für die Wetter-Ereignisse in Rufbereitschaft, sodass sie kurzfristig ausrücken können“, sagt Rach.